Es war die letzte Sitzung des „alten“ Ortschaftsrates, die der stellvertretende Ortsvorsteher Bernd Bucher am Donnerstagabend im Rathaus eröffnete. Entschuldigt hatte sich neben Ortschaftsrätin Angelika Eisele auch die Ortsvorsteherin Gudrun Furtwängler, die nach der Wahlniederlage der CDU bei der Kommunalwahl (der SÜDKURIER berichtete) ihr Mandat niederlegt hat. Für Furtwängler wird Tanja Kuhlemann (CDU) in den Ortschaftsrat nachrücken.

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In einem Rückblick auf das Wirken der Ortschaftsräte, die dem neuen Gremium nicht mehr angehören würdigte Bucher deren Engagement für Rietheim. „Ich habe mal zusammengezählt: Wir verabschieden heute 90,5 Jahre Tätigkeit im Ortschaftsrat“, sagte Bucher. Angelika Eisele rückte vor einem halben Jahr in den Rat nach, Michaela Ummenhofer war fünf Jahre Ratsmitglied, Andreas Glatz zehn Jahre, Erwin Halter und Martin Heine 15 Jahre und Karl Hirt 30 Jahre. Wichtige Ereignisse in der Amtszeit von Hirt waren unter anderem die Neubaugebiete Höchten eins und zwei sowie die 900-Jahrfeier von Rietheim. „Ich habe in meinen 30 Jahren die Stimmung nie so pessimistisch empfunden wie im vergangenen Jahr und hoffe für den neuen Ortschaftsrat, dass die Sachen positiver angegangen werden“, sagt Hirt.

Keine einfache Zeit

Für Bucher war es wichtig, Gudrun Furtwängler, die 15 Jahre Ortschefin in Rietheim war, zu würdigen. „Es war nicht immer einfach für sie, gerade im Jahr 2007 mit der Untersuchung der Ortverwaltung durch den Gemeindeprüfungsausschuss sowie 2009 bis 2011, als die Haushaltskonsolidierung war, keine Mittel im Vermögenshaushalt waren und noch rund 8000 Euro Personalkosten eingespart werden mussten“, blickte Bucher zurück. Rietheim sei drei Jahre auf Sparflamme gelaufen. Unter Furtwängler wurde der Jugendraum auf den Weg gebracht, der Spielplatz in der Liebermannstraße eingerichtet, das Milchhäusle umgebaut, die Mensaplanung für die Grundschule auf den Weg gebracht, die Ortsmitte neu gestaltet, der Breitbandausbau realisiert und diverse Straßenbauprojekte abgewickelt, zuletzt die Sanierung in der Oswald-Meder-Straße.

„Denkwürdiger Tag“

Roland Meßmer als Vertreter der CDU, bedankte sich bei allen ausscheidenden Ortschaftsräten, insbesondere bei Furtwängler. „Heute ist ein denkwürdiger Tag, denn es endet die Amtszeit unserer Ortsvorsteherin“, so Meßmer. Neben den Ratsmitgliedern, die nicht mehr angetreten seien, habe auch der Wähler zu einer weiteren Veränderung im Gremium beigetragen.