VS-Marbach (ewk)  „Wenn es nicht gewittert, feiern wir in der Natur.“ Diesem Wunsch der Taufeltern kamen der Posaunenchor Villingen, Selina Obst und Pfarrerin Bettina von Kienle nach – und es wurde bei strömendem Regen aufgebaut. Es war eine Herausforderung, sechs Zelte und ein Sonnensegel, Altar und Osterkerze, Bänke und Blumenschmuck und schließlich die Lautsprecheranlage aufzubauen. Ab und zu musste man während des Gottesdienstes kurz von unten gegen das Sonnensegel schlagen, weil sich darin das Wasser sammelte, denn immer heftiger wurde die Taufe von oben, die alles und alle durchweichte. Der Sprung in den Bach für Eltern und Paten fiel umso leichter, weil alle schon durchnässt waren und nasse Füße oft das geringste Problem darstellten.

Trotz des besonderen Segens von oben waren die Minen sehr fröhlich. Die Familien waren bestens ausgerüstet für alle Fälle, sogar ein Fischkescher für die bei der schnellen Strömung den Talbach hinabflitzenden Wunschboote war vorhanden und die Zusammenarbeit klappte. „Ja, es war wirklich schön. Trotz Regen. Unsere Familie war wieder sehr begeistert“, postete eine Mutter. „Dieses Wetter hatten wir noch nie bei einer Talbachtaufe“, sagtePfarrerin von Kienle. „Und bei manchen Kirchenliedern musste ich heute wirklich schmunzeln: …möge Regen sanft auf deine Felder fallen… Man sollte sich immer überlegen, was man sich wünscht.“