Villingen-Schwenningen – „Die Mobilität der Menschen wird sich in den nächsten Jahren einschneidend verändern“, prognostiziert Matthias Storz, Geschäftsführer des Ford-Autohauses Storz in Villingen. Dabei seien neue Konzepte erforderlich, die nicht nur in den Großstädten, sondern auch in mittleren Städten und im ländlichen Raum die Mobilitätslücken schließen. Ein Konzept, nicht ganz neu, bietet ab sofort Storz selbst mit dem Carsharing, dem Auto-Teilen, an. Nicht als Insellösung für den Schwarzwald-Baar-Kreis, sondern mit dem Ford Carsharing im Hintergrund. Das ist eine 100-prozentige Tochter von Flinkster, dem größten bundesweiten Carsharing-Anbieter der Deutschen Bahn, der allen Kunden Tag und Nacht Fahrzeuge bundesweit bereitstellt.

An drei Standorten im Schwarzwald-Baar-Kreis stellt Storz je einen Ford Fiesta zur Verfügung. Als erster Standort konnte er das Hotel Holiday Inn beim Schwarzwald-Baar-Klinikum als Partner gewinnen. „Wir können so unseren Gästen einen weiteren Service bieten. Einsteigen, losfahren und Spaß haben“, so Hoteldirektor Marco Frank. Man benötige nur die Ford-Carsharing-Card oder die Flinkster-Card und buche das Fahrzeug über das Internetportal oder über eine App. Die Karte dient zum Entriegeln des Fahrzeugs. Abgerechnet wird nach Nutzungsdauer und den gefahrenen Kilometern. „So können auch Gäste, die mit der Bahn angereist sind, kostengünstig Ausflüge in die Region machen“, so Frank. Weitere Standorte werden in den nächsten 14 Tagen beim Bahnhof Schwenningen und am Rathaus in Furtwangen eingerichtet. „Mit den Hochschulstandorten Schwenningen und Furtwangen möchten wir auch den Studenten die Möglichkeit geben, am Carsharing teilzuhaben“, so Storz, der auch Patienten des Klinikums als Zielgruppe sieht. „Bei steigendem Bedarf sind wir bereit, weitere Fahrzeuge zur Verfügung zu stellen“, sagt Matthias Storz.

Aber Storz denkt noch weiter in die Zukunft. Zusammen mit Projektentwickler und Architekt Michael Rebholz aus Bad Dürrheim plant er ein neues Mobilitätskonzept. „Erstmals werden wir im neuen Wohnquartier Eschelen, beim ehemaligen Krankenhaus Schwenningen, ein Mobilitätspaket in den Nebenkosten für die 76 Appartements anbieten. Die Bewohner können je nach Bedarf ein Auto, ein E-Bike, ein Lastenpedelec oder den öffentlichen Nahverkehr dazu buchen“, berichtet Rebholz, für den es wichtig ist, einen Anfang für die zukünftigen Mobilitätsansprüche zu machen. „Wir öffnen uns für den Markt und beobachten diesen ganz aufmerksam“, so Storz.

Bei den Elektroautos sieht Rebholz noch eine gewisse Zurückhaltung bei den Verbrauchern. „Wir sind darauf vorbereitet und noch dieses Jahr werden mehrere Ladestationen im Bereich des Holiday Inn installiert. Durch unsere eigene Trafostation haben wir auch die notwendige Kapazität dafür“, sagt Rebholz.