„Die Kurzarbeit betrifft den größeren Teil der insgesamt rund 1300 Mitarbeiter am Standort“, bestätigte gestern ein Unternehmenssprecher in Frankfurt. Betroffen sei vor allem Produktion des Betriebs, die in Abstimmung mit Kunden und Lieferanten seit Montag schrittweise heruntergefahren werde. Die beschäftigten Zeitarbeiter seien bisher nicht gekündigt worden, sagte der Unternehmenssprecher. Doch auch diese Option werde geprüft.

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In der Stellungnahme des Unternehmens heißt es: „In Reaktion auf die Produktionsänderungen unserer Kunden passen wir in Abstimmung mit Kunden und Lieferanten seit gestern schrittweise die Produktion in unserem Werk am Standort Villingen an. Für die übrigen Zentralfunktionen, die Forschung und Entwicklung sowie die ansässigen Geschäftsbereiche am Standort Villingen prüfen wir dies derzeit. Mit den Maßnahmen wollen wir insbesondere unsere Beschäftigten am Standort schützen. Darüber hinaus leisten wir damit unseren Beitrag dazu, eine noch schnellere Verbreitung des Virus einzudämmen. Gleichzeitig passen wir unsere Kostenstrukturen an die stark reduzierten Abrufe unserer Kunden an. Angesichts der aktuell herausfordernden Marktlage stellen wir damit unsere weitere Handlungsfähigkeit sicher. Die Situation ist aktuell sehr dynamisch und kann sich schnell ändern. Wir beobachten sie sehr genau, um schnell und flexibel reagieren zu können.“

Kurzarbeit bedeutet, dass die Mitarbeiter nach Hause geschickt werden und von der Arbeitsagentur das so genannten Kurzarbeitergeld bekommen. Das sind in der Regel 60 Prozent des letzten Lohns für Ledige und 67 Prozent für Verheiratete. Als tarifgebundenes Unternehmen, so teilte letzte Woche die Gewerkschaft IG Metall mit, profitieren die Mitarbeiter von einer Betriebsvereinbarung, die der Betriebsrat mit dem Unternehmen ausgehandelt hat. Der Arbeitgeber leistet eine freiwillige Zuzahlung auf das Kurzarbeitergeld, so dass die Mitarbeiter die beschäftigungslose Zeit mit 80 oder 90 Prozent ihres letzten Lohnes überbrücken können. Das Kurzarbeitergeld wurde zunächst für vier Wochen bei der Arbeitsagentur beantragt.

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