Villingen-Schwenningen (in) Mit einem bangen Blick in den wolkenverhangenen Himmel eröffnet Marianne Winkler, Schulleiterin an der Christy-Brown-Schule, das diesjährige Sommerfest. „Wir haben wohl Glück“, meint die Pädagogin und erinnert in ihrer Begrüßung an das Fest an der Carl-Orff-Schule, das vierzehn Tage zuvor unter der quälenden Hitze leiden musste, die kaum Aktivitäten zuließ. Jetzt sei das richtige Wetter. um auch diverse Aktivitäten auf der großen Theaterbühne im Innenhof der Schule für Körperbehinderte zuzulassen.

Spiel vor großem Publikum

Zahlreiche Eltern, Geschwisterkinder und Freunde der Schülerinnen und Schüler und auch viele ehemalige Schüler und Mitarbeiter waren gekommen, um ihre Verbundenheit mit der Schule zu zeigen und die Akteure auf der Bühne mit viel Applaus für ihre Leistungen zu belohnen. Den Auftakt des Bühnenprogramms machten die Schüler der Klassen G 2 a und b mit einem fantasievollen Einzug wilder Tiere aus Afrika. Mit einem afrikanischen Büffel, dargestellt von Matthias, dem von Erkem und Marco dargestellten Dromedar und einem gefährlichen Krokodil, unter diesem Kostüm steckten die achtjährige Lea und die elfjährige Lena, repräsentierten die Darsteller einen großen Teil der afrikanischen Tierwelt. Selbst ein Rollmops – hier hatte sich Kevin verkleidet – hatte sich nach Afrika verirrt.

Stolz sind diese Schüler der Christy-Brown-Schule auf das Theaterstück, für das sie wochenlang geübt haben. Im Vorfeld waren Elias, Lena, Lea und Hamed (von links) ganz aufgeregt, wie sie in einem Gespräch mit dem SÜDKURIER erklärt haben. Die Kinder haben auf der Bühne Tiere aus Afrika dargestellt. Alle Bilder: Rüdiger Fein
Stolz sind diese Schüler der Christy-Brown-Schule auf das Theaterstück, für das sie wochenlang geübt haben. Im Vorfeld waren Elias, Lena, Lea und Hamed (von links) ganz aufgeregt, wie sie in einem Gespräch mit dem SÜDKURIER erklärt haben. Die Kinder haben auf der Bühne Tiere aus Afrika dargestellt. Alle Bilder: Rüdiger Fein

Ein spontanes Interview

In einem spontanen Interview, das die Darsteller dem SÜDKURIER gaben, räumte insbesondere Lea ein, dass sie doch ganz arg Lampenfieber hatte. „Das hat erst nachgelassen als alles vorbei war“, sagt die achtjährige Lea. Die Klasse habe wochenlang geübt und das habe sehr viel Spaß gemacht aber es sei auch nicht besonders schwierig gewesen die Rolle auszufüllen, meint Lea ganz bescheiden. Und ihre Schauspielkollegen bestätigen diese Einschätzung. Auch der achtjährige Elias, der gemeinsam mit den Mitschülern Defne, Nico und Johanna für die musikalische Begleitung sorgte, zeigte sich im Interview begeistert darüber, dass alles so gut geklappt hat. Die beiden Klassenlehrerinnen Angelika Schmitt und Claudia Günther waren stolz auf das große Engagement ihre körperlich stark eingeschränkten Schülerinnen und Schüler, an solch besondere Herausforderungen heranzugehen.

Hier ist die Anspannung, die das Lampenfieber erzeugt noch deutlich zu spüren. Die Kinder meistern die große Aufgabe aber bravourös. Im Bild Lea und Hamed.
Hier ist die Anspannung, die das Lampenfieber erzeugt noch deutlich zu spüren. Die Kinder meistern die große Aufgabe aber bravourös. Im Bild Lea und Hamed.

Ein tolles Sommerfest

Begeistert waren an diesem Samstag auch die kleinen und großen Besucher des Sommerfestes. Eine Tombola mit mehr als 1000 Preisen, Kletterwand und Hüpfburg und zahlreiche weitere Angebote lockten ebenso wie das umfangreiche kulinarische Angebot. Verantwortlich für einen großen Teil der Organisation zeichnete Ingrid Künnecke.