Viel Gegenwind für den vorgesehenen Neubau eines Pflegeheims der Caritas an der Roten Gasse. Ausgerechnet Caritas-Mieter sind es, die sich hier reihenweise gegen die Pläne stemmen. Stein des Anstosses ist vor allem der Umstand, dass der Neubau im Bereich des Lioba-Parks platziert werden soll.

Sowohl Bewohner des Pflegeheims wie auch Bewohner der Apartments im Bereich des betreuten Wohnens nutzen diese Parkanlage mit altem Baumbestand für die oftmals nur noch sehr kurzen Spaziergänge, die den Senioren möglich sind.

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Eine Unterschriftenliste ist jetzt der Caritas-Leitung um Michael Stöffelmaier als Protest gegen den Neubau zugegangen. Ungeachtet dessen plant die Caritas, bis 2022 einen dreigeschossigen Komplex auf dem Parkgelände zu realisieren. Die erste Planung des Architekten Gerhard Janasik hat bei den Lioba-Bewohnern teils Entsetzen ausgelöst.

Architektenwettbewerb gefordert

Der detaillierte Standort des Neubaus im Park ist nach Darstellung von Michael Stöffelmaier noch offen, es müssten noch Ergebnisse der Bodenuntersuchungen abgewartet werden. Vor allem Mieter aus dem betreuten Wohnen haben sich per Unterschrift gegen das Vorhaben ausgesprochen.

Es gibt außerdem unbestätigte Gerüchte, dass eine Ausweitung der Unterschriftenaktion auf den Pflegeheimbereich unterbunden worden sein soll, heißt es.

Michael Stöffelmaier will Details des Protests aktuell nicht kommentieren. Im Raum stehen bleibt damit auch der Umstand, dass sich unter den Protestierenden auch zwei Pfarrer schriftlich gegen den Neubau erklärt haben.

Die Lioba-Bewohner protestieren nicht nur, sie fordern auch konstruktiv einen Architektenwettbewerb, der mit der „Naturoase des Parks“ ebenso angemessen umgeht wie mit den Bedürfnissen der Bewohner der Gesamtanlage, denen der Neubau teils direkt vor den Balkon gesetzt werden soll – in einem voraussichtlich zweijährigen, lärmintensiven Bauprozess.