"Danke schön, das war jetzt richtig gut" – dieser Satz war am Schluss des Programms einer tollen Sportparty von vielen Gästen zu hören. Und dieser Dank zielte ganz klar in Richtung der Mitglieder des Organisationsteams um Sportverbandschef Daniel Fleig, die alle ihr bestes gegeben hatten. Denn trotz, oder gerade wegen der Maßgabe, in diesem Jahr kein professionelles Eventmanagement mit der Umsetzung zu betrauen, brauchte sich die Sportparty 2017 nicht zu verstecken.

Bereits die Wahl der Moderatorin Anke Feller, ehemals zur Weltspitze der Leichtathletik gehörend, war gut. Anke Feller führte locker und souverän durch den Abend und zeigte sich sogar verständnisvoll, als Oberbürgermeister Rupert Kubon, der gemeinsam mit Daniel Fleig die Ehrungen vornahm, ein eigenes Mikrofon begehrte. "Die Sportparty ist ein Highlight unserer Kultur", so der OB. Denn auch Sport sei Kultur und es gebe viele Sportarten die nicht so sehr im Rampenlicht stehen wie einige publikumsträchtige Veranstaltungen, die aber trotzdem wichtig seien. In Villingen-Schwenningen zähle man mehr als 20 000 Menschen, die in irgendeiner Form Sport betreiben, so Kubon.

Ein attraktives Rahmenprogramm mit Rope Skipping der Mädchen des TV 1848 Villingen, rasanten Tanz- und Stepvorführungen der Tap Devils und der Jazzangels sowie den temporeichen Showtänzen der vier Damen (Die Vier) von der TG Schwenningen, war immer wieder Grund für lang anhaltendem Beifall und die beiden eingefleischten Jazzfans Sebastian Schnitzer und Fabian Huger, man kennt sie unter dem Titel "Man(n) singt deutsch", verwöhnten das Publikum mit tiefgründigen Songs und forderten zum Mitmachen auf.

Auch der eigentliche Höhepunkt der Sportparty, die Bekanntgabe und Ehrung der Sportler des Jahres selbst, wurde zu einem spannenden Event. In professionell gestalteten Filmen wurden die Kandidaten aller vier Kategorien zuerst vorgestellt, um dann auch die hinteren Plätze auf die Bühne zu bitten, bevor am Schluss jeweils der oft überraschte aber immer strahlende Sieger geehrt wurde.

Der Fairnesspreis wird Bernd Sakschewski (von links) und Waldemar Wir von Anke Feller und Gerhard Vetter überreicht.
Der Fairnesspreis wird Bernd Sakschewski (von links) und Waldemar Wir von Anke Feller und Gerhard Vetter überreicht. | Bild: Rüdiger Fein

Zuvor allerdings hatten Bernd Sakschewski und Waldemar Wir das Vergnügen den Fairnesspreis der Sparkasse Schwarzwald-Baar in Empfang zu nehmen. Die beiden Ersthelfer hatten beim Stadtpokal 2016 durch schnelles Erkennen und sofortige Notmaßnahmen einem Fußballer das Leben gerettet. Gerhard Vetter von der Sparkasse übergab die Auszeichnung. Dann ging es ans Eingemachte. Von den acht für den Titel "Master des Jahres" nominierten Sportlern schafften es am Ende mit Karin Schreiner und Michael Enz auf den ersten Platz.

 

Nominierungen

  • Master des Jahres
    • Mariella und Michael Dold
    • Karin Schreiner und Michael Enz
    • Harry Pavel
    • Matthias Pickhardt
    • Eugen Weiz
    • Günther Rodinger
    • Amanda Vogt
    • Natascha Wolf
    • Sebastien Weitbruch
  • Sportlerin des Jahres
    • Fiona Wunderlich
    • Mara Neininger
    • Karin Wagner
    • Anna Reisch
    • Sarah Reincke
    • Tanja Krause
  • Sportler des Jahres
    • Tim Assmann
    • Nico Burghardt
    • Stephan Duffner
    • Dominic Gölz
    • Philipp Kaltenmark
    • Leon Stoermer
    • Kevin Schiller
    • Matthias Schmidt
    • Alexander Komov
    • Daniel Zacek
    • Christof Steiner
  • Mannschaft des Jahres
    • ERC Schwenningen U19
    • die Synchronschwimmerinnen des SSC Schwenningen
    • die weibliche A-Jugend des Schwimmclub Villingen
    • die Herren des Curling Club Schwenningen
    • die Volleyballdamen de TV 1848 Villingen
    • die C-Jugend des FC 08 Villingen
    • die erste Mannschaft des SV Obereschach
    • die Herren 1 der TG Schwenningen.
(in)

 

Bei der Wahl zur Sportlerin des Jahres waren es sechs Nominierte, die ins Rennen gingen. Die Auszeichnung erhielt Tanja Krause vom SERC. Etwas schwieriger hatte es die Jury bei der Wahl zum Sportler des Jahres. Insgesamt elf Sportler kamen in die engere Wahl und am Ende stand der ehemalige Fußballer und heutige Leichtathlet Tim Assmann ganz oben auf dem Treppchen. Auch bei der Wahl zur Mannschaft des Jahres war es bei acht Bewerbern keine einfache Aufgabe hier die beste herauszufiltern. Die Volleyballmannschaft der Damen des TV Villingen wurde schließlich zum Sieger gekürt.