Rund 30 Bürger waren jetzt zur CDU-Veranstaltung unter dem Motto „Bürgerdialog Stadtbus – Was ist gut, was kann besser werden?“ gekommen. Bürgermeister Detlev Bührer erklärte den interessierten Doppelstädtern den grundlegend neuen Ansatz für den Stadtverkehr innerhalb der beiden Stadtteile Villingen und Schwenningen, sowie in der Verbindung beider. Wo der bisherige Busverkehr sich hauptsächlich am Schülerverkehr orientiert habe, sei die Maxime für die neue Planung die Taktung sowohl der Linien untereinander als auch mit der Bahn und dem Ringzug. Damit wurde auch erreicht, dass von jedem Halt aus die Knoten-Busbahnhöfe und Bahnhöfe in maximal 25 Minuten erreicht werden, um dort mit den Umsteigeverbindungen zu jedem anderen Teil der Stadt zu kommen.

Halt in der Gluckstraße

Ausdrücklich bat Bührer um konstruktive Kritik und skizzierte auch bereits geplante Änderungen auf Grund der bisher bei der Verwaltung eingegangenen Kritiken und Anregungen. So soll in der oft genannten Gluckstraße wieder eine Haltestelle entstehen, was aber mehrere Anwohner aus dieser Wohngegend nicht zufrieden stellte: Sie vermissen direkte Verbindungen beispielsweise zum Klinikum. Laut Bührer könne so etwas natürlich zusätzlich eingerichtet werden, was aber die Kosten für den ÖPNV erheblich in die Höhe treiben würde, zumal dann auch aus anderen Stadtgebieten diese Forderung komme. Auch im Stadtbezirk Villingen können einige gewünschte Änderungen eingebaut werden, was in einem Zeitrahmen von sofort bis in etwa drei Monaten geschehen solle.

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Den Busverkehr lässt sich die Stadt aber jetzt schon sehr viel kosten. Musste bisher ein jährlicher Zuschuss von 1,8 Millionen Euro gezahlt werden, sieht das neue System eine Summe bis zu 4,75 Millionen Euro vor. Auf die Tarife im Busverkehr habe die Stadtverwaltung keinen Einfluss, so der Bürgermeister. Fahrpreise würden im Tarifverbund festgelegt, der auch in Verhandlungen mit den Nachbarkreisen zukünftig einen Verbund anstrebt.

Probleme beim Schülerverkehr

Von Elternvertretern, einem Schulleiter und einer Schülerin wurden weitere „suboptimale“ Verbindungen angesprochen, die sich insbesondere auf den Schülerverkehr, und da auf die An- und Abfahrtszeiten, bezogen. Auch auf die immer älter werdende Bevölkerung wurde hingewiesen, die besonders auf einen gut funktionierenden ÖPNV angewiesen sei. Bührer bat um Geduld. Es brauche etwas Zeit, sich an die neuen Zeiten, Haltestellen und Umstiege zu gewöhnen. Er habe sich alle angesprochenen Probleme notier und werde die Antworten an den CDU-Vorsitzenden geben.