Die Hochbrücke in der Vockenhauser Straße in VS-Villingen wurde am Wochenende für den Verkehr gesperrt. Grund war eine Untersuchung des Bauwerks durch die Materialprüfungsanstalt Stuttgart (MPA). Dazu wurden an der Unterseite der Brücke zahlreiche Sensoren angebracht. Mit einem 50 Tonnen schweren Autokran wurde die Brücke anschließend in Schwingung versetzt.

Anhand der seismischen Ausschläge, wie sie auch bei einem Erdbeben entstehen, konnten die Experten den Zustand der Brücke ablesen. Wie Gesamtprojektleiter Norbert Hemmerling von der Arbeitsgemeinschaft Hemmerling und Bechert in Stuttgart erläuterte, seien insbesondere die Spannglieder im Brückentragwerk, die die Brücke zusammenhalten, an den Verbindungsstellen nach einer bestimmten Zeit ein möglicher Schwachpunkt. "Dort, wo die Spannanker zweier Spannglieder zusammenstoßen."

Durch das genau definierte Gewicht des Autokrans, der an zwei Tagen immer wieder mehrfach über die Brücke fuhr und an den neuralgischen Stellen stoppte, können die Experten die Ausschläge präzise auswerten. Das Ergebnis soll in den kommenden Wochen ausgewertet und dann der Stadt vorgelegt werden. Dann wird berichtet, in welchem Zustand sich das Bauwerk befindet. Die Brückensperrung sorgte nicht für Verkehrsbehinderungen, der Verkehr wurde an der Brücke vorbei geleitet.