Rüdiger Fein

Bereits zwei Mal waren die 28 Profimusiker in Villingen zu Gast, um auf Einladung des Villinger Lions Club zugunsten einer sozialen Einrichtung zu spielen. Am kommenden Mittwoch, 5. Oktober, um 20 Uhr ist es wieder so weit wenn es im Villinger Theater am Ring heißt: "It's Showtime – alles außer Marschmusik". Wenngleich die Profimusiker um ihren neuen Chef, Oberstleutnant Timor Oliver Chadik sicherlich Marschmusik beherrschen, so ist dieses Genre bei ihren Auftritten gänzlich ausgeschlossen.

Dafür kann man von der, im Jahre 1971 vom damaligen Verteidigungsminister Helmut Schmidt ins Leben gerufenen Big Band, die seinerzeit noch die Bezeichnung "Schauorchester der Bundeswehr" trug, jede andere Musik, immer auf höchstem Niveau gespielt, erwarten. Nicht nur Swing, Rock und Pop auf höchstem musikalischen Niveau wird geboten, sondern man wird als Zuhörer mitgenommen in eine Welt der Show- und Unterhaltungsmusik, die voller Überraschungen und Emotionen steckt. Die Instrumentalisten sind allesamt erstklassige Solisten und Absolventen renommierter Musikhochschulen.

Mit von der Partie bei den Vorbereitungen für dieses dritte Benefizkonzert ist das Kulturamt der Doppelstadt. Und die Musiker kommen immer wieder gerne nach Villingen, sagt Kulturamtsleiter Andreas Dobmeier. Villingen biete mit seinem Theater am Ring eine Spielstätte mit Atmosphäre, lauten die Komplimente, die es immer wieder von Seiten der Profimusiker gebe. Ebenfalls gelobt werde die gute Betreuung durch die Mitglieder des Lions Club Villingen, erklärt Pressesprecher Robert Göhring. Oliver Bittlingmaier, derzeit Präsident der Villinger Lions, war im Oktober 2015 am Standort der Band in der Kaserne in Euskirchen, um für den Auftritt in Villingen-Schwenningen zu werben und habe dort offene Türen eingerannt, so der Präsident.

Die Big Band spielt grundsätzlich unentgeltlich und nur, wenn der gute Zweck stimmt. Das sei in Villingen-Schwenningen mit der Freizeitwerkstatt des Lions Club aus den beiden Stadtbezirken gegeben. Die von beiden Lions Clubs vor fünf Jahren ins Leben gerufene Freizeitwerkstatt kümmert sich mit jetzt mittlerweile 34 Projekten um Kinder und Jugendliche aus der Doppelstadt. Neben dem, seit vielen Jahren bekannte Seepferdchen-Projekt, mit dem man dafür sorgt, dass jedes doppelstädtische Kind bis zum sechsten Lebensjahr die Chance bekommt, schwimmen zu lernen, gibt es eine Vielzahl von Angeboten aus dem Bereich des Lernens, der Muse oder dem Sport, die sich immer wieder großer Nachfrage erfreuen. Wer am kommenden Mittwoch das Konzert der Bigband der Bundeswehr miterleben will, der muss sich sputen. Lediglich 80 Karten sind über das Kulturamt und beim Ticketservice noch erhältlich.

Freizeitwerkstatt

Seit Juli 2010 gibt es die Lions-Freizeitwerkstatt. Viele Menschen haben schon von den Angeboten und Aktivitäten der Service-Organisation profitiert. In sechs Jahren haben die Mitglieder beider Clubs insgesamt 140 000 Euro in die Kasse der Freizeitwerkstatt einzahlen können und mit 120 000 Euro konnte hilfsbedürftigen Kindern und Jugendlichen in der Region bereits geholfen werden. Insgesamt werden bis heute 34 Projekte bezuschusst oder komplett unterhalten. Das bekannteste ist sicherlich das Seepferdchen-Projekt, mit dem allen Kindern im Kindergartenalter ermöglicht wird, schwimmen zu lernen. Hierbei wurden mit rund 20 000 Euro die Kurskosten für 230 Kinder aus finanziell schwachen Familien übernommen. (in)