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Rund 5700 neue Wohnungen zwischen 2015 und 2030 sind laut einer Wohnraum-Strategie für Villingen-Schwenningen notwendig, um den Bedarf zu decken. Bis zum Jahr 2025 werden nach diesem Papier außerdem zwischen 870 und 1120 geförderte Mietwohnungen benötigt, um für Sozialhilfe-Empfänger und einkommensschwache Schichten Wohnungen anbieten zu können. Davon ist die Stadt noch weit entfernt. Doch wie kann man diese Zahlen erreichen? Darüber wird derzeit politisch gestritten. Und das ist eine notwendige Debatte.

Vermutlich hat der Oberbürgermeister recht, wenn er einem städtischen Förderprogramm, das nur mit kleinen finanziellen Anreizen hantieren kann, wenig Wirkungskraft zuspricht. Eine doppelte Förderung, im großen Maßstab durch das Land und im kleinen durch die Stadt, bringt keine zusätzlichen Wohnungen. Andererseits: Reicht die Förderung des Landes aus, damit auch in VS ausreichend bezahlbarer Mietwohnungsraum für die Mittel- und für die Unterschicht entsteht? Welche wirkungsvollen Instrumente kann die Stadt entwickeln, damit sich die Menschen hier gutes Wohnen auch in Zukunft leisten können? Und was ist mit den Zugezogenen, den Migranten und Flüchtlingen, die derzeit auf dem Wohnungsmarkt kaum eine Chance haben? Diesen Fragen müssen sich die Stadträte im Detail stellen. Die politisch gerupfte Wohnraum-Strategie scheint hier definitiv zu wenig.