Villingen-Schwenningen (ana) Eine bedeutende Stimme der SPD in der Doppelstadt ist für immer verstummt: Bernd-Rüdiger Schenkel, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Sozialdemokraten im Gemeinderat, ist am Freitag im Alter von 75 Jahren nach schwerer Krankheit im Kreise seiner Familie im Freiburger Universitätsklinikum verstorben.

„Das ist ein herber Verlust“, sagte gestern der SPD-Fraktionsvorsitzende Edgar Schurr. Bernd-Rüdiger Schenkel war seit 1972 Mitglied der Sozialdemokraten, seit 28 Jahren saß der engagierte Studiendirektor für die Partei im Gemeinderat von Villingen-Schwenningen. Bereits in der dritten Legislaturperiode fungierte der Verstorbene als Vize-Fraktionsvorsitzender, war zudem Mitglied im Verwaltungsausschuss der Stadt.

Mensch voller Optimismus

„Er hat eine sehr gute Politik für die Stadt gemacht“, würdigte Schurr die Verdienste von Bernd-Rüdiger Schenkel. Dieser sei ein Mensch voller Optimismus gewesen, für den das Glas „stets halb voll war“. Auch angesichts seiner schweren Erkrankung habe er nie die Hoffnung verloren.

Engagement war dem gebürtigen Münchner Schenkel stets wichtig: „Er war ein sehr sozial eingestellter Mensch, der nie die Bodenhaftung verloren hat“, so Edgar Schurr. Davon zeugt auch der Einsatz von Bernd-Rüdiger Schenkel im Deutschen Mieterbund: Dort engagierte er sich seit langer Zeit auch als Vorsitzender des VS-Mietervereins für die Rechte von weniger privilegierten Menschen in Not.

Der in Stuttgart und Gengenbach aufgewachsene Bernd-Rüdiger Schenkel, der von 1968 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2006 am Villinger Romäus-Gymnasium Geschichte, Gemeinschaftskunde und Englisch unterrichtet hatte, galt vielen seiner Schülern als der ideale Lehrer. Der beliebte Pädagoge war kenntnisreich, engagiert und hatte für seine Schüler immer ein offenes Ohr.

Legendär waren unter anderem seine vielen Geschichts-AGs mit großem regionalen und lokalem Bezug.