Eigentlich sollte endlich alles klargemacht werden, doch nun hakt es schon wieder beim neuen Jugendkulturellen Zentrum "Am Klosterhof". Am Donnerstagabend sollte der Jugendhilfeausschuss den Trägervertrag mit dem Jugendförderungswerk absegnen. Der Verein will das neugebaute Zentrum am ehemaligen Familienfreizeitpark betreiben. Der Beschluss musste allerdings verschoben werden, weil wichtige Unterlagen in der Vorlage fehlten.

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Laut Beschlussantrag, der den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses vorgelegt wurde, soll der Vertrag bereits zum 1. Januar 2019 in Kraft treten. Angaben über die inhaltlichen Kriterien der jugendkulturellen Arbeit, die in dem Vertrag verankert wurden, fehlten in der Vorlage allerdings. Aus diesem Grund weigerten sich Joachim von Mirbach (Grüne), Beate Schmidt-Kempe (AWO) und Alfred Zahn (Kinderschutzbund) vehement, den Vertrag abzusegnen. "Ohne die wesentlichen Inhalte gelesen zu haben, werde ich heute sicher nicht über diesen Vertrag abstimmen", sagte von Mirbach und schlug vor, den Beschluss in die nächste Gemeinderatssitzung zu verschieben. Davon war Oberbürgermeister Rupert Kubon nicht begeistert. "Wir müssen heute abstimmen, wenn es am 1. Januar losgehen soll", mahnte er, konnte die Ausschussmitglieder jedoch nicht überzeugen. Die Anlage mit den geforderten Inhalten soll nun nachgereicht und dann zeitnah dem Gemeinderat zum Beschluss vorgelegt werden.

Auf die Stadt kommen jährlich Kosten in Höhe von 183 000 Euro zu

Die wichtigsten Eckdaten des Vertrages konnte Rupert Kubon dem Ausschuss aber schon präsentieren: Er ist auf vier Jahre angelegt und sichert dem Jugendförderungswerk als Betreiber die Personalzuständigkeit zu. Die Stadt gewährt einen Personalkostenzuschuss in Höhe von 54 000 Euro für den Geschäftsführer des neuen Zentrums. Auf die Besetzung dieses Postens habe man sich aber noch nicht abschließend festgelegt, sagte Friedhelm Schulz vom Vorstandsteam des Jugendförderungswerks. Ein weiterer Vertragsbestandteil ist ein jährlicher Programmkostenzuschuss in Höhe von 26 000 Euro. Außerdem fallen 103 000 Euro pro Jahr unter anderem für den Unterhalt des Gebäudes und der Technik, die Reinigungskosten und die Außenanlage an.

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Auch die Anbindung des Zentrums an den Öffentlichen Nahverkehr inklusive Nachtbussen ist geplant – allerdings erst ab Januar 2020, wie Rupert Kubon mitteilte. "Das ist erst im Zuge der Änderungen des dortigen Nahverkehrsplanes angedacht", sagte er. Noch unklar ist dagegen, ob die Benutzer des Skateparks und des von der SPD geforderten Basketballplatzes nahe des Zentrums auch die Toilettenanlagen in Anspruch nehmen dürfen.

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