Mit einem Mix von Neueinsteigern und Routiniers will der CDU-Ortsverband Mönchweiler bei den Kommunalwahlen am 26. Mai die absolute Mehrheit im Gemeinderat verteidigen. Auf der Nominierungsliste mit acht Kandidaten, darunter allerdings keine Frau, befinden sich mit Peter Kaiser und CDU-Ortsverbandsvorsitzendem Thorsten Wenner nur zwei aktuelle Gemeinderäte. Das bedeutet, dass von den aktuellen sieben CDU-Fraktionsmitgliedern mit Cornelia Schwarzwälder, Volker Lehmann, Rolf Daschner, Thomas Müller und Pascal Polaczek fünf aus dem Ratsgremium ausscheiden. Der insgeheime Wunsch, im 50. Jahr des Bestehens als Ortsverband den Wählern eine komplette Liste mit einem Dutzend Bewerber (so viele Sitze hat der Gemeinderat) anzubieten, ging damit nicht in Erfüllung.

Bei der von Kreisgeschäftsführerin Tanja Hall geleiteten Nominierungsversammlung am Samstag im Löwen-Café einigten sich die Kandidaten in geheimer Wahl auf eine alphabetische Reihenfolge auf der Vorschlagsliste. Sie wird somit von Thomas Großmann (54 Jahre) angeführt. Dahinter platzieren sich Peter Kaiser (64), Ralf Kremann (51), Philipp Mäuer (39), Andreas Staiger (49), Sebastian Weisser (33), Thorsten Wenner (57) und Lukas Weschle (23). Mit Ausnahme von Staiger, der an diesem Tag seinen 49. Geburtstag im Kreise seiner Familie feierte, waren alle Gemeinderatskandidaten anwesend und stellten sich den erschienen CDU-Mitgliedern kurz vor. Nicht alle sind gebürtige Mönchweiler, haben inzwischen aber hier ihre Heimat gefunden, wie sie versicherten.

In seinem Grußwort stellte Bürgermeister Rudolf Fluck (CDU) fest, dass unter den Bewerbern die ganze berufliche Bandbreite vom Bankkaufmann zum Apotheker bis hin zum Ingenieur vorhanden sei. Ihm läge die Generationenpolitik sehr am Herzen. In Mönchweiler gebe es viel zu tun, kaum eine Ratssitzung ende vor 23 Uhr. Dies zeige, wie umfangreich die Themen für die Tagesordnungen seien. Mönchweiler besitze ein tolles Ratsgremium, das sich gut entwickelt habe. Auch er kandidiere für den Kreistag. "Mit der Liste sind wir in Mönchweiler gut positioniert. Mindestens eine Frau darunter hätte uns gut zu Gesicht gestanden", räumte der Rathauschef ein. Dem fügte Kreisgeschäftsführerin Hall hinzu: "Kommunalpolitik macht auch als Frau Spaß. Mönchweiler ist eine rührige Gemeinde", warb sie indirekt um weibliche Mitglieder für den CDU-Ortsverband.