Die Freiwillige Feuerwehr Villingen hielt am Freitagabend ihre Jahreshauptversammlung im Matthäus-Hummel-Saal ab. Dabei wurde wie immer resümiert, zurück- und vorausgeblickt. Nach einer musikalischen Eröffnung durch den feuerwehreigenen Spielmannszug unter der Leitung von Peter Schmid begrüßte der Villinger Abteilungskommandant Ralf Hofmann die etwa 120 Teilnehmer.

Andreas Leute präsentierte die aktuellen Zahlen. Die 115 Aktiven leisteten seit dem letztjährigen November 8394 Stunden in 323 Einsätzen, dies waren circa fünf weniger Einsätze als im Vorjahr. Insgesamt wurden 46 Menschen aus lebensbedrohlichen Lagen gerettet.

Den vom Gemeinderat ausgegebenen Zielerreichungsgrad von einer Eintreffzeit in zehn Minuten in 80 Prozent der Fälle übertraf die Feuerwehr auch dieses Jahr deutlich. Allerdings kritisierte Leute die etlichen Baustellen und zusätzlichen Tempo-30-Zonen in Villingen. Dies seien Gründe für eine spätere Ausrückzeit und einen seit vier Jahren stetig sinkenden Zielerreichungsgrad. Er plädierte außerdem gegen einen möglichen Abriss der Brücke in der Vockenhauser Straße. „Wir brauchen sie ganz dringend“ war das Stichwort, da ein Drittel der Einsätze im letzten Jahr über diese Brücke angefahren wurde.

Im Anschluss an diverse Tätigkeitsberichte aller Abteilungen der Feuerwehr, bei dem vor allem der Bericht über den ersten Platz der Jugendfeuerwehr beim Landeswettbewerb im diesjährigen Sommer positiv auffiel, wurden die Ehrungen vorgenommen. Die Geehrten wurden sowohl von Seiten der Feuerwehr durch Abteilungskommandant Ralf Hofmann, Kommandant Markus Megerle und den stellvertretenden Kreisbrandmeister Thomas Nagel als auch von städtischer Seite durch Stadtrat Friedrich Bettecken, der Oberbürgermeister Jürgen Roth vertrat, ausgezeichnet.

Besonders Erich Nierholz, der seit 50 Jahren Mitglied ist, erhielt von den Zuschauern stehende Ovationen und wurde mit einem Preis in Gold geehrt.