Villingen-Schwenningen – Im nächsten Jahr droht bei Villingen ein großes Stau-Szenario. Die B 33 wird auf dem Abschnitt zwischen der Gaskugel bei der Stadteinfahrt Villingen-Süd und der Abfahrt ins Wohngebiet Goldenbühl (Obereschacher Straße) umfassend saniert. Die Bauarbeiten auf der rund vier Kilometer langen Strecke sollen im April starten und bis zu acht Monate dauern.

Schon jetzt herrscht zu den Stoßzeiten fast jeden Abend "dicke Luft" auf der B 33 zwischen Villingen und Bad Dürrheim. Nächstes Jahr droht noch mehr Stau. <em>Bild: Jochen Hahne </em>
Schon jetzt herrscht zu den Stoßzeiten fast jeden Abend "dicke Luft" auf der B 33 zwischen Villingen und Bad Dürrheim. Nächstes Jahr droht noch mehr Stau. Bild: Jochen Hahne | Bild: Hahne, Jochen

Rund 22 000 Autos täglich müssen umgeleitet werden. Auf Villingen und das Umland kommen große Verkehrsbehinderungen zu.

Auch in Marbach machen sich die Verantwortlichen Sorgen, dass die Verkehrsströme monatelang über die alte B 33 durch den Ort umgeleitet werden.

Stadtrat Bernd Lohmiller (SPD) aus Marbach brachte das Thema am Mittwoch im Gemeinderat mit dem schadhaften neuen Kreisverkehr in der Ortsmitte in Verbindung. Er betonte, er sei nach wie vor seine Auffassung, dass der Kreisverkehr "nicht fachgerecht" gebaut wurde, sonst gäbe es keine Risse. Jetzt sei eine ordentliche Sanierung erforderlich, sonst sei der Kreisverkehr der Verkehrsbelastung nicht gewachsen, wenn 2019 die Umleitung der B 33-Baustelle durch Marbach verlaufe. Bereits jetzt herrscht dort zu den Hauptverkehrszeiten reger Verkehr, wie das folgende Luftbild-Zeitraffervideo verdeutlicht.

Video: Hans-Jürgen Götz

Baubürgermeister Bührer ging dazwischen und betonte, dass noch keinerlei Entscheidung getroffen wurde, wo und wie die Umleitung verlaufen werde. Geplant sei ein Verkehrsgutachten, das die beste Lösung suche. Das Ergebnis werde im Januar dem Gemeinderat vorgestellt. Klar sei aber, dass die B 33 während der Bauzeit nicht voll gesperrt werde, sondern jeweils nur halbseitig. Eine abschnittsweise Sanierung über mehrere Jahre habe die Stadt abgelehnt. Offen sei noch, ob auf diesem Abschnitt ein "Flüsterasphalt" aufgebracht wird. Dieser sorgt für leisere Abrollgeräusche und damit für Lärmschutz der anliegenden Wohngebiete, ist aber offenbar weniger lang haltbar. Das Thema soll ebenfalls im Januar beraten werden.