In nur knapp einem halben Jahr haben die beteiligten Baubetriebe, Architekt Uwe Schlenker und die städtische Kunsteisbahn GmbH (KEB) die Erneuerung der Eisbahn 2, angrenzend an die Helios-Arena in VS-Schwenningen, vollzogen. Den Eishockey-Mannschaften, wie beispielsweise den Futures des SERC und dem Publikumslauf, steht nunmehr eine ganzjährige Nutzung der Eisfläche zur Verfügung. „Die Einhaltung des Kosten- und Zeitrahmens haben wir zweifellos dem Engagement unserer Handwerker zu verdanken“, konstatiert der KEB-Geschäftsführer Klaus Hässler. Die KEB bedankte sich als Zeichen der Anerkennung mit einem Handwerkerhock für die Arbeitskräfte der beteiligten Unternehmen im Restaurant Eisbär.

Auf der Eisbahn zwei neben der Helios Arena wird seit Oktober wieder trainiert, nun erfolgte die Bauabnahme mit (von links) Architekt Uwe Schlenker, KEB-Geschäftsführer Klaus Hässler, Silke Schlenker und der technische Leiter der KEB, Hermann Vikoler, präsentieren das Schmuckstück bei einem Handwerkerhock.
Auf der Eisbahn zwei neben der Helios Arena wird seit Oktober wieder trainiert, nun erfolgte die Bauabnahme mit (von links) Architekt Uwe Schlenker, KEB-Geschäftsführer Klaus Hässler, Silke Schlenker und der technische Leiter der KEB, Hermann Vikoler, präsentieren das Schmuckstück bei einem Handwerkerhock.

rotz eines Investitionsvolumens von 4,9 Millionen Euro, innerhalb solcher Summen sind Unwägbarkeiten bei Bauvorhaben keine Seltenheit, konnte der geplante Fixtermin der Neueröffnung und damit den Start der Eiszeit eingehalten werden. Die Handwerkerferien und der enorme Zeitdruck machten die Ausrichtung eines Richtfestes für den Neubau unmöglich. „Irgendetwas mussten wir aber als Gegenleistung für diese Punktlandung bei der Fertigstellung durch die Handwerker organisieren“, erklärt KEB-Geschäftsführer Klaus Hässler bei seiner Ansprache.

Spezielles Lob

Ein Unternehmen galt es jedoch besonders zu rühmen. „Das Team von Heinichen-Bau hat seinen Sommerurlaub zur Einhaltung des Zeitplans sogar drei Mal verschoben. Ich nenne so etwas famos“, sagt Hässler. Architekt Uwe Schlenker betont: „Gute Architekten werden durch gute Handwerker gemacht.“

Die Vorgeschichte

Dem nunmehr möglichen Ganzjahresbetrieb der Eisbahn zwei ging eine leidige Schadensgeschichte voraus, bei der vor zwei Jahren gar die Zurücknahme der Zulassung für den Bahnbetrieb drohte. Eine Absenkung der Eisfläche um 24 Zentimeter gefährdete den technischen Betrieb der Ammoniak-Kühlanlage, zwischenzeitlich wurde die Kühlung von Ammoniak auf Glykol umgestellt.

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Bereits 2018 wurde die unebene Fläche mit mehreren hundert Tonnen Bitumen zur Begradigung aufgefüllt. Das blieb aber nur ein Zwischenschritt zu einer grundlegenden Sanierung. „Nach einem intensiven Gespräch wurde jedoch schnell klar, ein Neubau muss her. Wir machen das entweder ganz oder gar nicht“, so Schlenker. Auch andere Vermarktungsmöglichkeiten für die Eisbahn zwei durch die Planungen zur Errichtung des benachbarte Hotel Green durch eine Investorenfamilie, das Projekt wurde inzwischen eingestampft, waren für die Idee einer Erneuerung ausschlaggebend. Die Krux bei derlei Projekten ist bekanntlich das liebe Geld. Bei einer Begehung der Eisbahn mit dem damaligen Oberbürgermeister Rupert Kubon soll die begleitende Gattin das letzte Wort gehabt haben. „Rupert, die Stadt hat doch momentan Geld“, erinnert sich Hässler an die seinerzeitigen Worte von Petra Brenneisen-Kubon und somit Geburtsstunde für die aufwendige Sanierung.

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Die Erneuerung

Am 1. Mai begann der Abriss der alten Eisbahn. Die Stahlkonstruktion des Daches wurde durch Holz ersetzt. Die offene Seite der Halle, die bei der Eisbereitung zu den Übergangszeiten für einen enormen Mehraufwand sorgte, wurde komplett geschlossen. Die Verkürzung der Eisfläche um etwa vier Meter machte den Einbau von zwei kleineren Tribünen mit einer Kapazität von 500 Personen möglich. Eine neue LED-Beleuchtung ermöglicht optimalen Trainingsbetrieb und erzeugt eine entsprechende Atmosphäre.

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