Dass sich das große Orchester der Stadt- und Bürgerwehrmusik Villingen zwischen Ober- und Höchststufe in der musikalischen Qualität bewegt, bewies die Auszeichnung mit der Bestnote „mit hervorragendem Erfolg“ beim Wertungsspiel des Blasmusikverbands Sigmaringen im vergangenen Mai. Für den musikalischen Nachwuchs im großen Orchester sorgt das Jungendblasorchester, das mit einem hohen Leistungsstand in der Mittelstufe spielt. Beide Orchester werden geleitet von Stadtmusikdirektor Markus Färber.

Eng wurde es im Foyer des Franziskaner Konzerthauses in der Pause vom Jahreskonzert der Stadt- und Bürgerwehrmusik Villingen. 650 Besucher kamen zum Konzertabend.Bild: Roland Dürrhammer
Eng wurde es im Foyer des Franziskaner Konzerthauses in der Pause vom Jahreskonzert der Stadt- und Bürgerwehrmusik Villingen. 650 Besucher kamen zum Konzertabend.Bild: Roland Dürrhammer | Bild: Roland Dürrhammer

Jugendorchester eröffnet den Abend

Am Samstagabend präsentierten sich beide Orchester eindrucksvoll dem heimischen Publikum beim Jahreskonzert im Franziskaner Konzerthaus. Im Stil einer Ouvertüre, mit wuchtigem Beginn bis hin zu sensiblen Klangfarben, mit einer Ballade, die eine wehmütige Stimmung ausdrückte und einer Filmkomposition aus der Kriminalkomödie „Codename Uncle“ mit musikalischer Action, eröffnete das 40-köpfige Jugendorchester den Konzertabend.

Mit einem hohen musikalischen Leistungsstand eröffnet das Jugendblasorchester der Stadt- und Bürgerwehrmusik Villingen das Jahreskonzert im Franziskaner Konzerthaus.
Mit einem hohen musikalischen Leistungsstand eröffnet das Jugendblasorchester der Stadt- und Bürgerwehrmusik Villingen das Jahreskonzert im Franziskaner Konzerthaus. | Bild: Roland Dürrhammer

„Welch ein Klangkörper hier im Franziskaner, das ist gewaltig“, beschrieb der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins der Stadtmusik und Moderator des Abends, Robert Göhring, das erste Musikstück des Großen Orchesters „Toccata á la Frescobaldi, das mit 74 Musikerinnen und Musiker die Konzertbühne füllte.

Solo-Auftritt von Jakob Fetscher

Nach der sinfonischen Episode Almansa und der anschließenden Pause, rückte der Höhepunkt des Konzertabends immer näher. Für einen jungen Musiker stieg die Anspannung immer mehr und nach der „Fanfare for a Special Moment und den „Fünf armenischen Tänzen“, war es dann endlich soweit.

Video: Roland Dürrhammer

„Was sie jetzt erleben werden ist unglaublich und Ihnen wird Hören und Sehen vergehen“, kündigte Göhring den 13-jährigen Jakob Fetscher, Trompeter aus den Reihen des Jugendblasorchesters, an. Begleitet vom großen Orchester brillierte Fetscher als Solist bei seinem Auftritt im Stück „Camille“ von André Waignein und den anschließenden Zugaben in einer Leichtigkeit und Professionalität, das seinesgleichen sucht.

Zusammen mit Stadtmusikdirektor Markus Färber und den Musikern des großen Orchesters genoss Solotrompeter Jakob Fetscher den verdienten Applaus für einen brillanten Auftritt beim Jahreskonzert der Stadt- und Bürgerwehrmusik Villingen.
Zusammen mit Stadtmusikdirektor Markus Färber und den Musikern des großen Orchesters genoss Solotrompeter Jakob Fetscher den verdienten Applaus für einen brillanten Auftritt beim Jahreskonzert der Stadt- und Bürgerwehrmusik Villingen. | Bild: Roland Dürrhammer

Fetscher ist ein Ausnahmetalent. Das bestätigen Musikdirektor Färber und Gerhard Wolf von der Musikakademie, der ihn seit 2017 als Schüler unterrichtet. Mit acht Jahren hat Fetscher mit dem Musizieren bei der Stadtmusik begonnen und ist zweifacher Landespreisreisträger bei „Jugend musiziert“. Auch seine drei jüngeren Brüder spielen alle in der Stadtmusik.

650 Interessierte besuchen das Konzert

650 Besucher, darunter Oberbürgermeister Jürgen Roth in seinem ersten Jahreskonzert als oberster Dienstherr der Stadtmusik und dem Landtagsabgeordneten Karl Rombach, erlebten einen Konzertabend, der ihnen sicherlich noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird.