Der zweitgrößte Villinger Fastnachtsverein, die Katzenmusik, darf wieder hoffen. Sie sucht dringend ein Domizil in der Innenstadt. Lange Zeit liebäugelte sie mit dem städtischen Gebäude in der Kanzleigasse 1, eine Nutzung werde nun durch Oberbürgermeister Jürgen Roth noch einmal überprüft, wie er im Gemeinderat bekannt gab.

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Im Oktober vergangenen Jahres ließ der damalige Oberbürgermeister Rupert Kubon den Katzenvorstand wissen, dass eine Übernahme durch den Fastnachtsverein mit seinen rund 2500 Mitgliedern unwahrscheinlich sei, weil das Gebäude ausgeschrieben werden müsse und weil zumindest ein Interessent jedes Gebot des Vereins überbieten wolle. Stadtrat Ernst Reiser (Freie Wähler) fragte nun am Mittwoch im Gemeinderat nach, ob es bei dieser rigorosen Haltung der Verwaltung bleibe. Derzeit werde untersucht, ob das Gebäude überhaupt, auch aus Brandschutzgründen, von einem Verein genutzt werden könne, antwortete Roth. Die Katzenmusik benötige Platz für das Archiv, die Kleiderkammer und einen Versammlungsraum.

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Hintergrund der Bemühungen sind die Bestrebungen der Katzenmusik in der historischen Innenstadt ein Vereinsheim zu finden, "eine Zehntscheuer für die Katzenmusik", wie sich Reiser mit Blick auf die Narrozunft ausdrückte, die in der Rietgasse vor einigen Jahren ein Gebäude kaufte. Reiser hakte nach, ob sich derzeit ein Antrag lohne. Versprechen konnte Roth allerdings nichts, er werde das Ergebnis der Prüfung abwarten: "Lassen Sie uns diese Zeit."

Gespräch nach der Fastnacht

Für den Vorsitzenden der Katzenmusik, Dominik Schaaf, steht aktuell die Fastnacht im Vordergrund. Nach Aschermittwoch werde der Vorstand das Gespräch mit Roth suchen. Dass eine Lösung möglicherweise nicht einfach zu finden ist, macht das Beispiel des Grenadiercorps 1810 deutlich, der vor sechs Jahren aus Brandschutzgründen aus diesem Bereich ausziehen musste.