Auf ein vielseitiges und attraktives Vereinsleben wies der Vorsitzende Werner Echle bei der Hauptversammlung des Geschichts- und Heimatvereins Villingen hin. Der Verein mit seinen knapp 600 Mitgliedern – Durchschnittsalter 69 Jahre – will sich in den nächsten Jahren weiter modernisieren und verjüngen. Ein besonderes Anliegen ist dem Verein das historische Erbe der Stadt. Werner Echle appellierte an den Gemeinderat und OB Kubon, endlich ein neues Stadtarchiv auf den Weg zu bringen.

Verein auf Kurs:

Im Jahr eins nach dem Rücktritt ihres langjährigen Vorsitzenden Günter Rath, der während der Hauptversammlung für seine Verdienste mit der Landesehrennadel ausgezeichnet wurde (wir berichteten gestern), hat das neu formierte Vorstandsteam mit Werner Echle und Andreas Flöß an der Spitze das Vereinsschiff gut auf Kurs gehalten. Werner Echle dankte hier den verbliebenen Vorstandsmitgliedern, seiner Frau Helga als Schriftführerin und Kassenwart Hasko Froese, für ihren wertvollen Beistand. Zu den Höhepunkten des Jahres 2015 zählten Studienreisen nach Zypern und ins Baltikum sowie die kleine Jahresexkursion ins Saarland.Für 2016 kündigte Werner Echle ein umfassendes Programm mit 23 attraktiven Veranstaltungen, Vorträgen und Exkursionen an. „Für jeden Geschmack ist etwas dabei“, versprach Echle. Die Anmeldezahlen sind entsprechend hoch. Zu den Höhepunkten zählt eine Studienreise in die Provence oder eine viertägige Exkursion auf der „Route der Industriekultur“ im Ruhrgebiet.

Jahreshefte jetzt online:

Das gesamte Programm kann auf der mittlerweile neu gestalteten Internetseite des Geschichts- und Heimatvereins (www.ghv-villingen.de) studiert werden, die von Werner Echle inzwischen ständig aktualisiert wird. Ein besonderes Highlight auf der Internetseite. Alle Berichte aus den beliebten Jahresheften des Vereins von 1973 bis 2013 sind inzwischen auf der Homepage abrufbar und mit einem Stichwort-Suchprogramm gut zu finden. „Wir finden, dass das auch eine Werbung für unseren Verein ist“, betonte Echle und sprach von einem „großen Erfolg“ für den Verein. Sein besonderer Dank galt Beiratsmitglied Claudia Wildi, die diese Digitalisierung initiiert und organisiert hatte.

Verjüngung geplant:

Ein weiteres Anliegen ist dem Vorstand die Verjüngung des Vereins, der aktuell 585 Mitglieder hat. Allerdings liegt der Altersdurchschnitt bei rund 69 Jahren. Das ist zwar für einen meist rentnerlastigen Heimatverein nichts Ungewöhnliches oder Besorgniserregendes. Gleichwohl will sich der Verein, der im vergangenen Jahr 21 neue Mitglieder aufnehmen konnte, um seine Verjüngung kümmern und neue Mitglieder werben. Im Hinblick auf jüngere und berufstätige Mitglieder hat der Verein begonnen, zunehmend Veranstaltungen auch am Freitagabend und Samstag anzubieten.

Zukunftsaktionen:

Außerdem kündigte der Vorsitzende einige interessante Zukunftsprojekte an. Das Münsterpfarramt hat nach vielen Gesprächen eine Grüninger Glocke von Professor Metzger erhalten, die früher in der im Krieg zerstörten Bickenkapelle hing. Der Verein will nun einen Sandsteinsockel finanzieren, auf dem diese Glocke in der Benediktinerkirche der Bevölkerung gezeigt werden kann. Unterstützen will der Verein die Villinger Katzenmusik. Diese will ihren 80 Jahre alten und von Eugen Merz geschnitzten Marschallstab für den Generalfeldmarschall ins Museum geben. Die Kosten für eine originalgetreue Kopie übernimmt der Geschichts- und Heimatverein.Zur 1200 Jahrfeier der Stadt 2017 wird der Verein gemeinsam mit dem Heimatverein Schwenningen ein Projekt realisieren. Geplant ist eine umfangreiche Dokumentation von Zeitzeugen, die aus den 1970er- und 1980-er Jahren aus der Doppelstadt berichten.

Problemlose Wahlen:

Keine Probleme gab es bei den sonstigen Regularien. Kassenwart Hasko Froese legte die Ausgaben und Einahmen des Vereins dar und wurde von der Versammlung ebenso einstimmig entlastet wie die anderen Vorstandsmitglieder. Helga Echle, seit sechs Jahren Schriftführerin des Vereins wurde einstimmig für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt, ebenso die Kassenprüfer Rolf Wagner und Karl-Heinz-Fischer und der 14-köpfige Beirat des Vereins.