Villingen-Schwenningen (est) Keine Chance sieht die Stadtverwaltung, weitere Lärmschutzmaßnahmen für die Anlieger an der Bundesstraße 33 in Villingen genehmigt zu bekommen. Die Anträge der Stadt, auf dem Abschnitt leisen „Flüsterasphalt“, den Bau von Lärmschutzwänden oder eine Temporeduzierung von 80 auf 70 Stundenkilometer genehmigt zu bekommen, wurden vom Regierungspräsidium Freiburg abgelehnt. „Das ist jetzt endgültig“, berichtete Baubürgermeister Detlev Bührer diese Woche den Stadträten im Technischen Ausschuss.

Das einzige, was die Behörde in Aussicht stellte: Im nächsten Jahr, wenn die B 33 bei Villingen neu asphaltiert wird, soll ein Asphalt verlegt werden, der eine Verkehrslärmminderung von rund zwei Dezibel bringen soll. Der Stadt stehe es aber frei, so das Regierungspräsidium, auf eigene Kosten Lärmschutzwände zu bauen. Stadtrat Bernd Lohmiller (SPD) zeigte sich sehr enttäuscht, dass das Land damit die Verantwortung an die Kommunen abschiebe. Allein das Lärmschutzfenster-Programm der Stadt bringe nicht viel. Die Stadtverwaltung, so seine Forderung, sollte jetzt zumindest einen Planungsauftrag für Schallschutzwände erteilen, um diese Maßnahmen irgendwann umzusetzen. „Sonst bleibt unser Lärmaktionsplan ein Papiertiger“, mahnte Lohmiller. Dies lehnte Bürgermeister Bührer ab. Wenn die Stadt mit dem Bau von Lärmschuztwänden an der B 33 anfange, hätte dies weitere Forderungen zur Folge. „Statt 1,2 Millionen Euro kommen dann schnell fünf, sechs Millionen Euro zusammen“, warnte Bührer.