Mit Stadtlauf und Zunftfest stehen zwei Höhepunkt im Veranstaltungsjahr bevor: Das Zunftfest läuft bereits seit Freitag und rund 150 Helfer sind bis Sonntag im Einsatz, um die vielen Besucher zu versorgen.

  • Das Zunftfest: Besonderheit dieses Jahr: Um den Stadtlauf-Teilnehmern noch einen schnellen Snack zu bieten, hat die Zunft erstmalig Hamburger im Angebot. Am Gourmet-Stand steht alles im Zeichen der französisch-mediterranen Küche. "Es gibt viele Sorten Flammkuchen, Merguez, Käseteller und Antipasti-Teller", berichtet Zunftmeister Anselm Säger. Den Teig für die Flammkuchen kaufen die Zünftler in Kenzingen am Kaiserstuhl ein. Dort bekommen sie aus dem Elsass stammende, hauchdünne Teigrohlinge, die vor Ort individuell belegt werden. "Das ist schon etwas besonderes", schwärmt Anselm Säger.
  • Zunftmeister in Kirgisistan: Der Zunftmeister muss neben dem ganzen Stress, das Fest zu organisieren, seinen Rucksack packen: Am Montag fliegt er über Moskau nach Kirgisistan, um den 7134 Meter hohen Pik Lenin zu besteigen, gemeinsam mit zwei jungen Bergsteigern aus Wien. Die wollten eigentlich schon am Sonntag starten: "Aber da habe ich natürlich ganz klar gesagt, das geht gar nicht", so Säger. Schonen will er sich während des Zunftfestes nicht: "Ich kann ja am Montag im Flieger sieben Stunden schlafen", zeigt er sich entspannt. Vier Wochen ist Anselm Säger in Kirgisistan, um genügend Zeit für die Besteigung zu haben. "Da haben wir dann einen Puffer von fünf bis acht Tagen, wenn das Wetter schlecht wird." Einen Siebentausender hat er noch nie bestiegen, der Denali in Alaska, den er im vergangenen Jahr mit Klaus Richter bestiegen hat, ist 6194 Meter hoch, aber mit mehr Schwierigkeiten versehen.
  • Stadtlauf: Am Sonntag findet der 13. Stadtlauf statt. Bei der Premiere im Jahr 2005 hätte sich keiner träumen lassen, dass dieser Lauf einmal so erfolgreich wird: Letztes Jahr waren . Wegen des Endspiels der Fußball-Weltmeisterschaft, das um 17 Uhr angepfiffen wird, startet der Lauf bereits um 12.30 Uhr, Siegerehrung ist um 16 Uhr, so bleibt genügend Zeit, sich noch zu duschen und das Fußball-Spiel anzuschauen. Es gibt noch eine Neuerung bei der Streckenführung: Es wird nicht mehr wie bisher direkt in den Ringanlagen gelaufen, sondern auf der Straße. Damit könnten die neuralgischen Punkte entschärft werden. Gemeint sind die Engstelle beim Spielplatz am Romäusgymnasium und die scharfe Linkskurve vom Bickentor in den Klosterring. Die neue Strecke führt nun um das Gymnasium herum und geht nach dem Bickentor direkt auf die Straße. Auch die Verpflegungsstände bekommen dadurch mehr Platz.
  • Foto- und Optik Singer: Abgerundet wird der Festreigen in der Stadt am Samstag durch das Fest zum 125-jährigen Bestehen der Firma Foto- und Optik-Singer in der Oberen Straße. Neben Tanz und Musik ist vor allem eine Leinwand mit einer historischen Aufnahme der Straße aus den 1920er-Jahren zu sehen. Passanten können sich von 10 bis 16 Uhr kostenlos ablichten lassen und dürfen die Aufnahme mit nach Hause nehmen.