Die Einrichtung eines öffentlichen WLAN-Netzes ist wichtig und richtig – trotz aller Bedenken wegen gesundheitlichen Schäden, die durchaus berechtigt sind. Wir leben heute in einer digitalen Welt, alles läuft online, jeder ist vernetzt. Das mag man gut finden oder auch nicht: Die Zeit lässt sich nicht mehr zurückdrehen und für die nachkommende Generation ist ein Leben ohne digitale Medien nicht vorstellbar. In anderen Ländern, ja auch in vielen anderen deutschen Städten ist ein freies WLAN-Netz schon längst Alltag, es ist wichtig als Standortfaktor.

Natürlich wird dadurch die Strahlung, der jeder einzelne von uns ausgesetzt ist, erhöht. Aber mit diesem gesundheitlichen Risiko werden wir alle leben müssen, denn wäre schon bereit, auf sein Handy zu verzichten oder zuhause wieder ein Kabeltelefon zu installieren? Wenn man noch einen Schritt weiter denkt, beispielsweise an autonomes Fahren, sind leistungsfähige Netze sowieso zwingende Voraussetzung.

Die Argumente, die Klaus Dold und seine Mitstreiter vortragen, sind durchaus alarmierend. Vor allem die Innenstadtbewohner sind der zusätzlichen Strahlung ausgesetzt, aber die Stadt signalisiert hier Entgegenkommen und will die Netze nachts zeitweise abschalten. Außerdem wird die Strahlung durch den Anschluss an das Glasfasernetz minimiert.