Der von der ProKids-Stiftung geplante Street Workout Park am Vorderen See in Schwenningen ist beschlossene Sache, die benötigten 30 000 Euro werden aus dem Stiftungsvermögen bereitgestellt. Ob die Sportanlage jedoch barrierefrei sein wird, steht weiterhin in den Sternen. "Ein fugenfreier, federnder Belag für die Befahrbarkeit von beispielsweise Rollstühlen würde zusätzliche 30 000 Euro kosten. Das Stiftungsbudget gibt das nicht her. Ich gehe nun auf Geldsuche", sagt der Stiftungsratsvorsitzende Joachim Spitz.

Bis spätestens Mai wird die Anlage, welche sich in Nähe des Beachvolleyballplatzes entlang des Vorderen Sees hinziehen wird, zur Not eben mit einem Belag aus Kies oder Holzhackschnitzeln verwirklicht werden. Bei einem nun abgehaltenen Workshop tendierten die Meinungen der Jugendlichen hinsichtlich eines barfußfreundlichen Trainings definitiv in Richtung Kies.

Parallel reichten die jungen Teilnehmer Vorschläge an Spitz zur Ausstattung des Parks ein. Man einigte sich auf eine alle Muskelgruppen ansprechende und verschiedene Schwierigkeitsgrade bedienende Sportanlage für Alt und Jung. Jochim Spitz äußerte die Absicht, sich umgehend auf die Suche nach einem ausführenden Unternehmen in puncto Angebote zu begeben.

Etwa 7000 Euro an Geldern sind aktuell aus einem Sponsorenpool organisiert, die restlichen 23 000 Euro stellt das Stiftungsvermögen. Für die zusätzlichen Finanzmittel eines barrierefreien Belags will Joachim Spitz in kommunalpolitische Gremien ziehen und seine Kontakte zu weiteren potentiellen Sponsoren spielen lassen.

"Erste Stimmen von Seiten FDP und CDU stimmen mich positiv, ich werde weiterhin verstärkt Kontakt zum Gemeinderat suchen. Wir werden die Mittel schon irgendwie beschaffen, Spender wenden sich bitte an mich", so Spitz zum weiteren Vorgehen. Die Zeit spielt momentan für Spitz. Noch bis in den kommenden Jahresanfang hin soll sich die Geldsuche erstrecken dürfen, bis eine endgültige Entscheidung über den Belag fällt.

Vorgetragene Bedenken bezüglich Vandalismus an der Anlage sind für Spitz grundlos. Die verschiedenen Elemente sind nahezu ausschließlich aus Stahl gefertigt, selbst das Holz für die Schrägbänke aus massiver Verarbeitung.

Derzeit ist das städtische Vermessungsamt noch mit der Ausmessung des Geländes für die rechteckige Sportanlage von etwa zehn auf 17 Metern beschäftigt. Nach der Fertigstellung wird die Anlage den Namen ProKids-Street Workout Park tragen und feierlich in städtische Hand übergeben.

Roland Frimmersdorf als Geschäftsführer der ebenfalls als Sponsor auftretenden Stiftung Die Gesundarbeiter kommentiert: "Für die Attraktivität der Stadt, insbesondere als Studentenhochburg, ist das ein sehr guter Schritt. Eine Investition in die Gesundheit von jungen Menschen ist optimal."