Villingen-Schwenningen (häm) "Treiben sie Mord, das hilft", so der profane Ratschlag eines Top-Agenten des russischen Geheimdienstes an seinen Mitarbeiter zur Motivation in der Arbeitswelt. Der Untergebene namens Mister Brexit verspürt nämlich keine Daseinsberechtigung als Berufskiller mehr und möchte seinem Metier abschwören. Der Ausstieg aus dieser Art Gewerbe ist auf unkomplizierte Weise jedoch kaum zu haben. Dieser Plot des neuen Stücks "Mister Brexit steigt aus" im Rollmops-Theater verspricht humorvolle Unterhaltung in der mondänen Welt der Geheimdienste.

Flottes Sommervergnügen

"Sehr schwarz und very british", so die selbstverliehenen Attribute der Macher an das neue Werk, dass seit seiner Uraufführung kontinuierlich stabile Zuschauerzahlen vorweist. Ein flottes Sommervergnügen ohne verschnörkelte Wendungen und düstere Gedanken soll das Stück aus der Feder von Dietmar Schlau sein. "Nachdem ich zuletzt zwei Stücke ernsterer Natur für den Laden hier geschrieben habe, wollte ich thematisch in keiner Schublade landen. Die Zuschauer sollen ohne ernsten Hintergrund Spaß haben", so Schlau, der hauptberuflich als Heilpraktiker für Psychotherapie tätig ist.

James Bond zeigt vollen Einsatz

Die Gefahr, auf die Schiene der Banalität abzurutschen, hat Schlau ebenfalls umschifft, gekonnt reichen sich Slapstick und Dialogwitz die Hand. Insbesondere am körperlichen Einsatz von James Bond (Maurice Lüttringhaus) wird der Zuschauer sein Vergnügen haben. Schlau selbst mimt den Auftraggeber Pistoli Patronov aus dem Geheimdienst, Theaterchef Olaf Jungmann fällt die Rolle von Mister Brexit zu. "Eine dezente Anspielung auf gesellschaftliche Probleme ist auch gegeben. Vor allem Wortspiele und formulierte Gags sollen aber für Lacher beim Publikum sorgen", sagt Schlau. Die intime Atmosphäre zwischen Protagonist und Publikum in Villingens kleinstem Theater mit seinen rund 40 Plätzen besorgt den Rest für einen kurzweiligen Theaterbesuch.

Informationen zu weiteren Aufführungsterminen im Internet:www.rollmops-theater.de.