22 Jahre lang stand Günter Rath an der Spitze des Geschichts- und Heimatvereins Villingen. Für sein langjähriges Engagement bekommt er am 9. März die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg überreicht. „Günter Rath hat den Geschichts- und Heimatverein Villingen zu dem gemacht, was er heute ist“, lobt Werner Echle, jetziger Vorsitzender des Vereins seinen Vorgänger. Günter Rath sei ein Teil des Vereins geworden „und der Verein ein Teil von ihm“, würdigte Echle die Leistung des heute 68-Jährigen.

Die Auszeichnung: „Für die Ehrennadel reicht es nicht, lange Jahre in einem Verein aktiv gewesen zu sein, sondern es müssen herausragende Leistungen erbracht worden sein“, klärt Echle auf. Nach 22 Jahren als Vorsitzender wurde Günter Rath für sein langjähriges Engagement bereits zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Was wurde erreicht? Der Verein zählt derzeit 600 Mitglieder. „Das ist der Verdienst von Günter Rath, denn durch ihn sind wir von 200 auf 600 Mitglieder gewachsen“, freut sich Echle. Auch das Jahresheft wurde durch das tatkräftige Engagement von Günter Rath von 40 Seiten auf 100 Seiten erweitert. „Ich habe 23 Jahreshefte während meiner Amtszeit herausgegeben. Ich finde es eine tolle Sache, denn so ein Heft ist eine sehr gute Fundgrube für Geschichtsinteressierte“, erzählt Rath stolz. Auch nach der Übergabe des Amts an Echle ist Rath immernoch aktiv und hat die Verantwortung für die Jahreshefte übernommen. Auch das Erscheinen einer CD und Bücher über die Villinger Geschichte gehen auf die Initiative von Rath zurück.

Schönste Erlebnisse: „Für mich war ein schönes Erlebnis, als wir uns als Verein an der Rekonstruktion der Silbermann-Orgel beteiligt haben“, schwärmt er. Es sei „ein bleibendes Erlebnis, an das man sich immer erinnert“. Ein weiterer Höhepunkt waren die Stelen zur Erinnerung an den Stationenweg am Friedhof. Auch die Einrichtung des Geschichts- und Naturlehrpfads fällt in die Amtszeit von Rath. Natürlich darf im Rückblick auf die 22 Jahre als Vorsitzender die Einrichtung der Geschäftsstelle im Münsterzentrum nicht fehlen. .

Zur Person: Am 27. November 1948 wurde Günter Rath in München geboren, jedoch zog es seine Familie nach fünf Jahren nach Villingen. Nach dem Abitur im Jahr 1968 am Gymnasium am Romäusring studierte Rath in Freiburg Englisch, Geschichte und Politik für das Lehramt. Von 1974 bis 1991 arbeitete er als Lehrer am Wirtschaftsgymnasium in Villingen. Ab 1991 war er im Staatsministerium in der Grundsatzabteilung tätig, sieben folgende Jahre im Kultusministerium. Zwei Jahre stand er an der Spitze der Lehrerakademie in Donaueschingen bis 2008. Anschließend zog es ihn nach Freiburg ins Regierungspräsidium.


Die Ehrung

Im Rahmen der Hauptversammlung des Geschichts- und Heimatvereins Villingen-Schwenningen steht am Mittwoch, 9. März, ab 19.30 Uhr im Hotel Diegner die Übergabe der Auszeichnung an. Oberbürgermeister Rupert Kubon übergibt die Ehrennadel, der ehemalige Ministerpräsident Erwin Teufel spricht ein Grußwort. (kam)

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