Einig waren sich die Mitglieder im Verwaltungsausschuss am Mittwochabend in einem Punkt: Das 50-jährige Bestehen des Zusammenschlusses der Städte Villingen und Schwenningen im Jahr 2022 soll gefeiert werden. Uneinigkeit herrschte jedoch bei den Fragen, zu welchen Kosten und wer das organisieren soll. Die von der Verwaltung in einem ersten Vorschlag angesetzten 1,3 Millionen Euro waren den Ausschussmitgliedern zu hoch. Vor allem die darin enthaltenen 325 000 Euro Personalkosten für die befristete Einstellung eines Projektmanagers stießen auf Kritik.

Für Berthold Ummenhofer (FW) stehen die Personalkosten in keiner Relation. "Es muss doch hinbekommen werden, dass wir dies mit einem internen Team schaffen", so Ummenhofer. OB Jürgen Roth wies auf die schon hohe Belastung der Mitarbeiter hin. "Ohne zusätzliches Personal ist das nicht leistbar. Wir feiern Goldene Hochzeit und da muss auch eine extra Veranstaltung herausspringen", meinte hingegen Grünen-Stadtrat Joachim von Mirbach.

Frank Banse (SPD) unterstützte die Vorschläge der Fraktionen, die Vereine in die Festlichkeiten einzubinden. "Wir können aber nicht alles auf das Ehrenamt abwälzen und die 1,3 Millionen Euro sollte uns das Jubiläum wert sein", so Banse. Hintergrund war die durchgängige Meinung, die Vereine könnten ihre jährlichen Festivitäten unter dem Motto 50 Jahre VS gestalten. Als Beispiel wurden das Fest 9am Münster, die Kulturnacht, Konzerte von Musiken und Chören und gemeinsame Feuerwehrproben genannt. Für Dirk Caroli (FDP) war klar: "Wenn wir gemeinsam mit den Vereinen feiern, dann muss man diese auch finanziell unterstützen und die hohen Personalkosten sehe ich nicht ein."

Schließlich fasste OB Roth zusammen, dass man ein Jubiläum feiern wolle und bis dahin noch mit den großen Vereinen sprechen werde. "Ob das Budget 1,3 Millionen oder 500 000 Euro betragen wird und wen die Fraktionen in den Lenkungsausschuss entsenden, soll im neuen Gemeinderat im Juli beraten werden."