Ein schwerer Verkehrsunfall mit einer verletzten Person unterbricht die jungen Feuerwehrleute der Jugendfeuerwehr Marbach/Rietheim am Samstagmittag bei ihrem Kartenspiel, mit dem sie sich im Feuerwehrhaus in Marbach gerade die Zeit vertreiben.

Schnell sind Helme und Jacken aus der oberen Etage zusammengerafft und die Mannschaft sitzt in kompletter Montur im Löschfahrzeug mit dem klingenden Namen "LF 8/6". Der Unfall hat sich in Rietheim am Sportplatz ereignet. Auf halber Strecke werden Martinshorn und Lichtsignal eingeschaltet. Adrenalin und Blutdruck schnellen bei den jungen Rettungskräften in die Höhe.

Vorort stellt die Mannschaft fest, dass die verletzte Person schwer gestürzt sein muss, jedoch ansprechbar ist. Das Fahrrad liegt auf der verletzten Person, welche von einem Auto angefahren wurde. Schnell reagieren die Retter, indem sie das Fahrzeug mit Holzkeilen vor dem Wegrollen sichern. Erst dann kann die Person sicher gerettet werden.

Wie geht es der verletzten Person? Die korrekte Analyse der Situation hat große Bedeutung für den Fortgang des Einsatzes. Die jungen Feuerwehrleute können hier Gelerntes im praktischen Übungsfall anwenden.
Wie geht es der verletzten Person? Die korrekte Analyse der Situation hat große Bedeutung für den Fortgang des Einsatzes. Die jungen Feuerwehrleute können hier Gelerntes im praktischen Übungsfall anwenden. | Bild: Simone Wohlgemuth

Nach ersten Abklärungen hieven die jungen Feuerwehrleute ihren schwer verletzten Feuerwehrkameraden mit gekonntem Griff auf die Trage und bringen ihn zum wartenden Rettungswagen.

Zum Glück handelte es sich dabei nur um einen gestellten Probeeinsatz im Rahmen der 24-Stunden-Übung der beiden Jugendwehren aus Rietheim und Marbach am vergangenen Wochenende. In der Einsatzbespechung wird klar: Die jungen Leute der Jugendfeuerwehr Marbach/Rietheim haben diesen, trotz Druck und Stress, hervorragend gemeistert.