Mit der Rekordteilnehmerzahl von 215 Teilnehmern veranstaltete der Ski-Club Villingen am Sonntag sein 6-Stunden-Mountainbikerennen am Breitbrunnen. Die Radfahrer legten insgesamt 2005 Runden zurück. Für jede gefahrene Runde spendet der Ski-Club 50 Cent an die Carl-Orff-Schule.

Nach dem bei den Rennen in den vergangenen beiden Jahren das Wetter eher durchwachsen bis schlecht war, lachte am Sonntag die Sonne vom wolkenlosen Himmel, als sich die 215 Starter in verschiedenen Kategorien in den Sattel schwangen. Ski-Club-Vorsitzender Jochen Menath war gut gelaunt. "Nach 150 beziehungsweise 160 Startern in den ersten beiden Jahren haben wir jetzt mit 215 Teilnehmern eine Rekordzahl erreicht."

So mancher Fahrer hatte sogar seinen eigenen Cheerleader-Fanclub dabei. Inklusive Puschel und Anfeuerungsrufen.
So mancher Fahrer hatte sogar seinen eigenen Cheerleader-Fanclub dabei. Inklusive Puschel und Anfeuerungsrufen. | Bild: Sprich, Roland

Die gingen pünktlich um 9 Uhr an den Start auf die 7,5 Kilometer lange Strecke durch den Wald rund um Unterkirnach. Mal sportlich ambitioniert, mal eher gemütlich unterwegs hatten alle dasselbe Ziel vor Augen. Nämlich so viele Runden wie möglich zu fahren, um damit den Spendenbetrag für die Carl-Orff-Schule in die Höhe zu treiben. Das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum Geistige Entwicklung hätte bereits im Winter den Erlös des Langlaufrennens "Zwei Stunden am Auerhahn – Jede Runde zählt" bekommen sollen. Allerdings musste der Ski-Club das Event mangels Schnee absagen. Umso mehr freuten sich Jochen Menath und die Vertreter der Carl-Orff-Schule, dass beim Radrennen jetzt die stattliche Summe von 1002,50 Euro zusammen gekommen ist.

Auch die Teilnehmer, die sich für jeden Euro auf der anspruchsvollen Strecke, die durchweg über Schotterwege führte, mühevoll abstrampelten, wurden für ihren Einsatz belohnt. Gewertet wurden Einzel- und Mannschaftswertungen für Männer und Frauen in verschiedenen Altersklassen. Unter den Teams waren neben Vereins- und Firmenmannschaften auch mehrere Radsportvereine. Dass dabei nicht jedes Teammitglied über ausreichende sportliche Kondition verfügte, kompensierten die Teilnehmer unterschiedlich. "Wir fallen lieber optisch als mit sportlichen Leistungen auf", sagte Lea Riedl vom Team Batman, Robin und Catwoman, die mit ihren Teamkollegen Simon Riedl und Christian Meder mit Fledermausmaske und Umhang aufs Rad stieg.

Simon und Lea Riedl als Batman und Catwoman und Julia Penck von den Foxy Ladies des Deutschen Alpenvereins fielen nach eigenen Angaben mehr optisch als durch sportlichen Ehrgeiz auf beim Sechs-Stunden-Rennen.
Simon und Lea Riedl als Batman und Catwoman und Julia Penck von den Foxy Ladies des Deutschen Alpenvereins fielen nach eigenen Angaben mehr optisch als durch sportlichen Ehrgeiz auf beim Sechs-Stunden-Rennen. | Bild: Sprich, Roland

Während manche Radfahrer bis zur letzten Minute durchhielten und Runde um Runde Geld in die Spendenkasse erradelten, stiegen andere früher aus den Pedalen und regenerierten sich bei Leckerem vom Grill, das Grillmeister und Breitbrunnenwirt Stephan Zimmermann zubereitete.