„Wir wollen hier Familien mit Kindern haben und nicht Menschen, die sich abschotten“, hatte ein Anwohner im Oktober die Bedenken auf den Punkt gebracht. Das wolle man hier nicht und es störe den Dorffrieden. Außerdem sei die Zufahrt zu dem Wohngebiet von der Pfaffenweiler Straße aus mit beträchtlichen Einschränkungen verbunden.

Das passt nicht in den Charakter von Rietheim

Nach dem die Anwohner Einblicke in die Planungen bekommen hatten, unterstrich Anwohner Dieter Groß die Bedenken in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates. 23 Häuser mit 23 Wohneinheiten auf einer Fläche von 5000 Quadratmetern – dies sei viel zu stark verdichtet. „Das passt alles nicht in den örtlichen Charakter von Rietheim„, so Groß. Zudem müsse es eine sinnvolle Planung für ein Ein- und Ausfahrt in das Wohngebiet geben. „Wir halten es für wichtig, dass die Gemeinde die Vergabe selber steuert und dies nicht dem Bauträger überlassen wird“, fordert Groß. Zudem sei durch die Bebauung auch die Friedhofsentwicklung nicht gewährleistet.

„Das ist ein deutliches Stimmungsbild“

Zur geplanten Bebauung der Wiese übergaben Groß und Walter Fuchshuber eine Liste mit 127 Unterschriften an Ortsvorsteher Bernd Bucher. „Das ist schon ein deutliches Stimmungsbild in der Bevölkerung, und gäbe es nicht Corona, wären noch mehr Unterschriften dazu gekommen“, ist sich Groß sicher.

Ortschaftsrat nimmt Anliegen sehr ernst

Gut vorbereitet auf das Thema zeigte sich der Ortsvorsteher. „In weiser Voraussicht, dass die Wiese zum Thema werden könne, habe ich mich heute bei der Stadt erkundigt, ob schon ein Bauantrag vorliegt“, so Bucher. Da dies bis dato nicht der Fall sei, gebe es noch keinen Anlass, hier tätig zu werden. „Wir vom Ortschaftsrat haben dem Planungsamt eine Liste übergeben, die annähernd deckungsgleich mit den Bedenken der Anwohner ist und nehmen die Anliegen sehr ernst“, versichert Bucher. Zudem müsse der Bauantrag sämtliche Genehmigungsverfahren wie bei anderen Wohngebieten durchlaufen.