Überregional Schlagzeilen machte der Weiher der Gemeindewerke Unterkirnach, weil er am Sonntag aufgrund einer technischen Panne leerlief und es dadurch laut Polizeimeldung zu einem Fischsterben „größeren Ausmaßes“ kam. Diese Meldung relativierte der Geschäftsführer der Gemeindewerke Unterkirnach, Bürgermeister Andreas Braun, jetzt gegenüber dem Gemeinderat.

Bei einem Besuch am Weiher der Gemeindewerke Unterkirnach sieht der Betrachter am Dienstagabend vom Ufer aus etliche dieser stattlichen Fische.
Bei einem Besuch am Weiher der Gemeindewerke Unterkirnach sieht der Betrachter am Dienstagabend vom Ufer aus etliche dieser stattlichen Fische. | Bild: Cornelia Putschbach

Ein niedriger Wasserstand im Weiher komme immer mal wieder vor, so Andreas Braun. Ursache seien normalerweise fehlende Niederschläge und damit fehlender Wasserzulauf aus der Kirnach. Die Wasserkraftanlage sei aber „von jeher so programmiert, dass diese bei einer Leistung von weniger als 30 Kilowatt abgeschaltet und das Durchflussrohr verschlossen wird.“ Damit sei dann kein Wasser mehr in der Turbine.

Anzeichen mehren sich

Am Sonntagnachmittag sei die Anlage kurz vor 15 Uhr noch mit einer Leistung von 15 bis 16 Kilowatt in Betrieb gewesen und Fische wurden in die Turbine gezogen. Die Anlage wurde nach der Meldung eines Anglers manuell durch den Notdienst außer Betrieb gesetzt. Ursache sei wohl, so „verdichten sich die Anzeichen“, sagt Andreas Braun, eine fehlerhafte Programmierung gewesen. In Zusammenarbeit mit dem Hersteller der Anlagensoftware sei man aktuell auf Fehlersuche.

Idyllisch liegt der Weiher der Gemeindewerke Unterkirnach zwischen Maria Tann und der Gemeinde Unterkirnach. Am Sonntag verursachte eine technische Panne ein Leerlaufen des Weihers.
Idyllisch liegt der Weiher der Gemeindewerke Unterkirnach zwischen Maria Tann und der Gemeinde Unterkirnach. Am Sonntag verursachte eine technische Panne ein Leerlaufen des Weihers. | Bild: Cornelia Putschbach

Normalerweise sei es außerdem so, dass bei einem Abfallen des Wasserspiegels unter einen Meter die Anlage automatisch abschalte. Am Wochenende hätte das nachts etwa um zwei Uhr sein müssen.

Schaden soll ersetzt werden

Wie viele Fische letztendlich verendet seien und welcher Schaden damit entstanden sei, könne aktuell nur vermutet werden, sagt Andreas Braun. Der Vorsitzende der Anglergesellschaft Villingen, Christian Föhrenbach, schätzte den Schaden am Sonntag gegenüber der Polizei auf 20 000 Euro. Andreas Braun selbst war am Sonntag mit der Polizei vor Ort, er habe lediglich zwei tote Fische gesehen. In enger Abstimmung mit der Anglergesellschaft werde man aber seitens der Gemeindwerke Unterkirnach „eine pragmatische Lösung finden, wie der Schaden beziffert und ersetzt werden kann“.

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