Erst vor wenigen Tagen durfte die Spielscheune in Unterkirnach erstmals wieder öffnen. Jetzt wurde die maximale Besucherzahl eingeschränkt. Nur noch 150 Gäste dürfen sich gleichzeitig in der Freizeiteinrichtung aufhalten. Dies teilt die Spielscheune am Donnerstag mit. Auf den ersten Blick ist das eine ungewöhnliche Entscheidung, denn man hatte durch die Corona-Pandemie monatelang komplett schließen müssen. Keine Gäste und keine Einnahmen, das waren die logischen Konsequenzen. Jetzt wäre eigentlich die Zeit gekommen, um wieder Schwung aufzunehmen und Umsatzverluste auszugleichen. Insgesamt 300 Gäste gleichzeitig sind in der Spielscheuen erlaubt.

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Nachholbedarf spürbar

Hinzu kommt der deutlich spürbare Nachholbedarf bei vielen Menschen, die in ihrer Freizeit wieder etwas unternehmen und erleben wollen. „Es ist sehr gut angelaufen nach dem Neustart“, freut sich Petra Vaas, Teamleiterin der Spielscheune. Allerdings habe man bemerkt, dass es durch den großen Andrang kaum noch möglich sei, Abstandsregeln einzuhalten, vor allem bei schlechtem Wetter. „Am vergangenen Dienstag waren rund 200 Besucher da“, erzählt sie. Aufgrund widriger Wetterbedingungen hätten sich die meisten Gäste im oberen Stockwerk aufgehalten, im geschlossenen, wettergeschützten Bereich. Im unteren Stockwerk befindet sich der Frischluftbereich. „Dort war kaum noch jemand.“

Das Untergeschoss der Spielscheune in Unterkirnach ist insbesondere in der kalten Jahreszeit eine zugige und kalte Angelegenheit.
Das Untergeschoss der Spielscheune in Unterkirnach ist insbesondere in der kalten Jahreszeit eine zugige und kalte Angelegenheit. | Bild: Cornelia Putschbach

Sicherheit geht vor

Die Folge: „Oben standen sich die Gäste quasi auf den Füßen. An den Stationen gab es Wartezeiten“, erzählt Vaas weiter. Ein Zustand, den die Verantwortlichen weder den Gästen noch dem Personal weiter zumuten wollten. Ein Besuch der Spielscheune soll bei Gästen als positives Erlebnis in Erinnerung bleiben. Eine weiterer wichtiger Aspekt bei der Entscheidung war die Sicherheit.

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Mit weniger Besuchern lassen sich die nach wie vor gültigen Hygiene- und Abstandsregeln besser einhalten. die Gafahr von Ansteckungen mit dem Corona-Virus wird reduziert. Im oberen, geschlossenen Bereich gilt weiterhin die Maskenpflicht. Rund 500 Quadratmeter Fläche stehen dort zur Verfügung. Unten, im nach Außen offenen Frischluftbereich, muss kein Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

Unser Archivbild zeigt Petra Vaas kurz vor der Wiedereröffnung der Spielscheune Unterkirnach nach dem Lockdown im Themenbereich „Tannis Spaceworld“.
Unser Archivbild zeigt Petra Vaas kurz vor der Wiedereröffnung der Spielscheune Unterkirnach nach dem Lockdown im Themenbereich „Tannis Spaceworld“.

Öffnungszeiten werden angepasst

„Wir waren total überrascht vom Andrang“, so die Teamleiterin. Daher habe man sich entschieden, die Besucherzahl künftig auf 150 Personen zu beschränken. Kommen mehr Gäste, dann müssen diese vor dem Eingang warten, bis wieder Plätze frei werden. Nach dem Lockdown ist die Spielscheune mit eingeschränkten Öffnungszeiten gestartet. Anstatt täglicher Öffnungszeiten, wie vor dem Lockdown, bleibt die Spielscheune aktuell immer mittwochs und donnerstags geschlossen.

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Mit der großen Nachfrage, noch vor den anstehenden Sommerferien, wurde nicht so schnell gerechnet. Um die Situation zu entspannen soll deshalb ab dem 29. Juli auch donnerstags wieder von 14 bis 19 Uhr geöffnet sein.

Um Besucher bereits am Eingang über die neuen Regeln zu informieren, hat Vaas extra ein neues Hinweisschild anfertigen lassen.

Die Spielscheune in Unterkirnach legt eine Obergrenze für Besucher fest. Ein Schild am Eingang teilt mit, dass nur noch 150 Personen gleichzeitig rein dürfen.
Die Spielscheune in Unterkirnach legt eine Obergrenze für Besucher fest. Ein Schild am Eingang teilt mit, dass nur noch 150 Personen gleichzeitig rein dürfen. | Bild: Spielscheune Unterkirnach