Die Energiegesellschaft Unterkirnach (EGU), der Unterkirnacher Energieversorger, legte ihren Wirtschaftsplan für das laufende Jahr jetzt offiziell dem Gemeinderat zur Kenntnis vor.

Ganz neu sind die Zahlen dem Gremium allerdings nicht, denn bereits bei der Beratung des Haushaltsplans flossen sie im Zusammenhang mit der Beratung des Zuschusses an die aqualino Betriebs g-GmbH ein und auch der Jahresabschluss 2019 gab einen Überblick über die Geschäftslage.

Für die EGU ergibt sich dieses Jahr voraussichtlich ein Gewinn vor Ertragsteuern in Höhe von 40.000 Euro. Hiervon werden 23.000 Euro an die Gemeindewerke Unterkirnach abgeführt. Der Gewinn fällt rund 35.000 Euro niedriger aus als noch im Vorjahr.

Ursächlich sind insbesondere zurückgegangene Erlöse aus Netzpacht und aus dem Stromvertrieb. Das beruhe zum einen, wie auch schon in Vorjahren, auf sinkendem Stromverbrauch der Kunden, so Lutz Kunz von der Gemeindeverwaltung. Zum anderen habe die EGU aktuell nur noch sechs Firmenkunden in der Gemeinde.

Eine auf Januar kommenden Jahres vorgenommene Preiserhöhung in der Grundversorgung werde den Gewinnrückgang teilweise auffangen, kündigte Lutz Kunz an. Der Gewinn wird dann voraussichtlich bei 46.000 Euro liegen.

Recht positiv stelle sich im Gegensatz zur Zahl der Firmenkunden die Zahl der Privathaushalte dar, die Kunden der EGU seien, gab er auf Nachfrage aus dem Gemeinderat weiter an. Von knapp 1500 Unterkirnacher Haushalten beziehen rund 1250 ihren Strom bei der EGU. Bei den Firmenkunden könne die EGU im Vergleich zu überregionalen Anbietern schlicht keine konkurrenzfähigen Preise anbieten, erläuterte Lutz Kunz.

Die für die Jahre 2021 bis 2023 geplanten Investitionen der EGU belaufen sich auf rund 773.000 Euro. Insbesondere sind dies Verkabelungen im Außenbereich.