„Wir können und wollen die Fasnet nicht ausfallen lassen“, betonte Zunftmeister Uwe Kreuzpointner am Samstagabend zum Abschluss der Hauptversammlung der Unterkirnacher Kieschtock-Zunft in der Schlossberghalle.

  • Fasnetschwerpunkt im Freien: Fasnetsuche, Brunnendeko, das Aufhängen der Fähnle und der Rathaussturm werden auf jeden Fall stattfinden, stellte er klar. Eventuell soll es in Unterkirnach mal wieder einen Hemdglonkerumzug geben und mit gewissen Regeln sei auch ein Montagsumzug denkbar. Ob eine Schülerbefreiung möglich sei, müsse mit der Schule noch abgeklärt werden. Doch auch in Unterkirnach werde man die Folgen der Corona-Pandemie bei der Fasnet auf jeden Fall spüren. Veranstaltungen in der Halle, also insbesondere der Zunftabend, werden kaum möglich sein, stellt Uwe Kreuzpointner klar. Der Schwerpunkt der Unterkirnacher Fasnet 2021 werde im Freien stattfinden.
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  • Gemeinde unterstützt die Fasnet: Diese Absichten der Kieschtock-Zunft unterstützt auch Bürgermeister Andreas Braun. Für ihn gehöre die Fasnet „genauso zum Jahreslauf wie Weihnachten und Ostern“, sagte er im Rahmen der Mitgliederversammlung. „Lasst uns das Beste daraus machen. Auch wenn die Fasnet sicher anders wird als wir sie bisher kennen“, gab der Bürgermeister der Zunft mit auf den Weg. Für die Fasnetveranstaltungen bot Andreas Braun dann auch ganz ausdrücklich die Unterstützung der Gemeinde an.
Die Zunftmeister Uwe Kreuzpointner (von links) und Jessica Krezalek bedanken sich bei der scheidenden Kassiererin Ursula Ragg für deren Engagement.
Die Zunftmeister Uwe Kreuzpointner (von links) und Jessica Krezalek bedanken sich bei der scheidenden Kassiererin Ursula Ragg für deren Engagement. | Bild: Cornelia Putschbach
  • Als die Fasnetwelt noch in Ordnung war: Zunächst allerdings blickte die 299 Mitglieder zählende Kieschtockzunft am Samstagabend ins vergangene Zunftjahr zurück. Damals, als die Fasnetwelt noch in Ordnung war und in der Gemeinde Unterkirnach zahlreiche Veranstaltungen stattfanden, war der Kalender der Kieschtock noch reichlich gefüllt. Mit über 40 Helfern war man beispielsweise beim Dorfjubiläum dabei. Teilnahmen an etlichen auswärtigen Umzügen, Zunftabend, Häsvorstellung im Fohrenhof und nicht zuletzt das Sommerfest im Stockwald mit dem ersten Grümpelturnier im Tauziehen seien nur exemplarisch genannt. Egal, ob der Zinkenrat, Kieschtock, Beerewieble, Holzwieber oder der Fanfarenzug sowie auch die Trachtenfrauen – jede Gruppe der Zunft hatte einiges aus dem Jahreslauf zu berichten. Noch offen ist die Frage eines Zunftschopfs. Das Projekt habe man auch nach Absage an die Gemeinde bezüglich einer Option nicht aufgegeben, betont Uwe Kreuzpointner.
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  • Ehrungen für treue Mitglieder: Naturgemäß stehen bei einem Verein in der Größe der Unterkirnacher Narrenzunft alljährlich einige Ehrungen an. So ist das auch bei der Kieschtock Zunft. Seit fünf Jahren sind Anja Weißer, Jürgen Weißer, Bianca Schweiger und Franziska Beha aktiv dabei. Seit 20 Jahren sind Martin Schönfeld, Regina Lehmann, Elena Lehmann, Sandra Steinbach, Silvia Weißer, Ulrike Kreuzpointner sowie Uwe Kreuzpointner Mitglieder der Zunft. Das bronzene Abzeichen der Schwarzwälder Narrenvereinigung überreichte deren Vertreter Manuel Straub an Christian Schweiger. Zum Ehrenmitglied ernannte die Zunft Oskar Beha. Voraussetzung für diese Ernennung: Ein Mitglied muss mindestens 25 Jahre in der Narrenzunft aktiv gewesen sein und das Alter von 65 Jahren erreicht haben. Oskar Beha brachte sich darüber hinaus zum Beispiel sechs Jahre als Zunftmeister ein.
  • Sie wurden gewählt: Ein wenig spannend wurde es bei der Hauptversammlung dann nochmals bei den Wahlen. Nachdem geheime Wahl für alle anstehenden Posten beantragt worden war, stellten sich die 75 Stimmberechtigten aber sehr einvernehmlich hinter die vorgeschlagenen Kandidaten. So wurde Vorsitzender Uwe Kreuzpointner einstimmig und der neue Kassierer Pascal Janßen mit 70 Ja-Stimmen gewählt. Janßen löst Ursula Ragg ab, die das Amt der Kassiererin seit 2006 innehatte. Zuvor war sie außerdem zwei Jahre zweite Kassiererin. Die Zunftmitglieder würdigten und dankten ihr für dieses Engagement mit stehendem Applaus.

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