In einer nichtöffentlichen Sitzung hat sich der Gemeinderat in der vergangenen Woche auf zwei denkbare Betriebsformen für das Bad festgelegt. Bis zum Ende des Monats müssen für diese Betriebsformen konkrete und umsetzbare Konzepte dem Gemeinderat vorliegen. Am 21. Juli sollen die Mitglieder des Gremiums dann entscheiden, wie es mit dem Bad weiter geht.

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Insgesamt fünf mögliche Betreiberkonzepte hatte die Projektgruppe Aqualino, bestehend aus den Gemeinderäten Patrick Seng und Karin Dold, den Vertretern des Fördervereins Aqualino, Christian Sonntag und Klaus Kuhnt, sowie Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung erarbeitet.

Große Brandbreite

Die Bandbreite der Möglichkeiten war vielfältig. So wurden unter anderem die Gründung einer Genossenschaft oder einer Stiftung geprüft. Untersucht wurde auch, ob die Gemeindewerke Unterkirnach als bisherige Betreiber des Bades weiter in die Trägerschaft eingebunden sein soll oder ob es ganz andere Optionen gibt.

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Berücksichtigt in diese Untersuchungen seien sehr viele Grundlagen, so berichtete Christian Sonntag als Kopf der Projektgruppe in einem gemeinsamen Pressegespräch mit Bürgermeister Andreas Braun und Gerhard Graf, dem Vorsitzenden des Fördervereins. So flossen Kostenberechnungen über notwendige Instandsetzungsarbeiten ebenso ein wie die sogenannten „weichen Fakten“, also das Verhältnis der Unterkirnacher Bevölkerung zum Bad oder die Funktion als Generationentreff.

Die zwei Top-Optionen

  • Nummer 1: Ganz oben auf der Priorisierungsliste des Gemeinderates steht nun nach dessen Beschluss die Option der Gründung einer gemeinnützigen GmbH als alleiniger Trägerin des Hallenbades. Deren Eigenkapital soll wahlweise durch Übertragung des Eigentums am Aqualino durch die Gemeindewerke oder im Zuge einer durch einen Bürgen gestützten Finanzierung erbracht werden. Der Förderverein würde sich bei diesem Konzept als Sammler von Spenden und bei der personellen Unterstützung des Bades einbringen.
  • Nummer 2: Die zweite Option wäre ein Fortbestand der bisherigen Betriebsform mit den Gemeindewerken als Betreiberin. Auch dann allerdings würde der notwendige Zuschuss der Gemeinde auf 80.000 Euro begrenzt werden, so habe sich der Gemeinderat festgelegt, berichtet Andreas Braun.

Nach der Festlegung des Gemeinderates auf diese zwei Optionen ist es nun am Förderverein bis Ende des Monats für beide Konzepte detaillierte betriebswirtschaftliche Ausarbeitungen vorzulegen. „Wir liegen mit unserem Projektauftrag gut in der Zeit. Trotz der extrem harten Rahmenbedingungen verlieren wir nicht unseren Optimismus. Es sollte mit dem Teufel zugehen, wenn dieses Bad nicht gut betrieben werden kann“, betont Christian Sonntag.

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