Zum einen appelliert die Interessengemeinschaft Ackerloch, federführend Berthold Frisch, Gunter Ketterer und Stefan Selke, für mehr Bürgerrechte. Sie beanstanden, „dass zu keinem Zeitpunkt des Verwaltungsverfahrens eine angemessene Form der öffentlichen und ergebnisoffenen Bürgerbeteiligung“ stattgefunden habe. Diese hätte auch in digitaler Form stattfinden können, geben sie zu bedenken. Weiter führt die Initiative in ihrem Flyer aus: „Die Umwandlung des „Ackerlochs“ in ein Baugebiet steht stellvertretend für den Rückbau von Bürgerrechten und die Durchsetzung von Einzelinteressen.“ Man wolle hingegen, „dass das Gemeinwohl wieder in den Mittelpunkt rückt.“ Sie betonen: „Wir wollen die Zukunft im Dorf Unterkirnach mitgestalten, anstatt nur verwaltet zu werden.“

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Außerdem spricht sich die Initiative Ackerloch ausdrücklich für den Erhalt der landwirtschaftlichen Nutzfläche „ohne Hanglage mit besonderer Qualität“ aus. Bei der Realisierung des Minihausprojekts werde der „harmonische Blick auf Alb und Alpen„ für Einheimische und Touristen verbaut.

Ein weiterer Kritikpunkt, den die Initiative aufführt, sind ihrer Meinung nach „falsche Grundlagen von Gewinnversprechungen“. Der Plan für die Siedlung der Minihäuser beruhe auf „unrealistischen Angaben zu Übernachtungszahlen und irreführenden Angaben zur angeblichen Wertschöpfung im Dorf“. Falsch seien die Grundlagen unter anderem, weil, so sind die Gegner der Minihäuser überzeugt, der angestrebte Übernachtungspreis für die Minihäuser nicht erzielt werden könne und die geplante Auslastung nicht erreichbar sei. Auch die durch Bürgermeister Andreas Braun in seiner Stellungnahme in der Informationsbroschüre der Gemeinde genannte mögliche Wertschöpfung für die Gemeinde Unterkirnach wird von der Initiative Ackerloch in einer Mitteilung an die Presse stark bezweifelt.