In welcher Höhe können der Förderverein Aqualino und die in Gründung befindliche gemeinnützige GmbH als künftige Betreiberin des Unterkirnacher Hallenbades mit Geldern aus der Gewinnabführung der Gemeindewerke Unterkirnach rechnen? Mit dieser Frage hatte sich am Dienstagabend der Gemeinderat bei seiner Sitzung in der Schlossberghalle zu befassen.

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Am Ende stellte das Gremium durch mehrheitlichen Beschluss klar, dass die Gemeinde nicht willens ist einen fixen Betrag für diese Gewinnabführung festzulegen, sondern dass das unternehmerische Risiko beim Förderverein liegt. Dem Entwurf des Pachtvertrags stimmte der Gemeinderat anschließend ebenfalls mehrheitlich zu.

Geld fließt zweckgebunden

Bereits im Sommer war beschlossen worden, den Verein mit 80.000 Euro jährlich für den Betrieb des Bades zu unterstützen. Zusätzlich, so legte sich der Gemeinderat fest, sollte der Verein „den jährlichen Gewinn der Energiegesellschaft Unterkirnach“ erhalten, zweckgebunden für Wartung, Betriebsstoffe und Sanierungsarbeiten.

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Ein Betrag für den Gewinnausgleich wurde nicht festgelegt. In den Vorjahren waren das jeweils rund 35.000 Euro. Künftig wird der Gewinn jedoch jährlich etwa 10.000 Euro niedriger ausfallen, weil die Regierungsbehörde die Umsetzung strikter Vorgaben zur Berücksichtigung von Ausgaben fordert.

  • Birgit Kodet argumentierte, es sei unternehmerisches Risiko, dass der Förderverein nicht mit einem fixen Betrag aus der Gewinnabführung rechnen könne. Außerdem könne der Gewinn höher sein, wenn mehr Bürger und Unternehmen Kunden der EGU seien und so indirekt das Bad unterstützten.
  • Rolf Weißer ergänzte, man sei dem Verein schon entgegengekommen, indem man ihm überhaupt die Gewinnabführung überlasse. Ursprünglich sei das gar nicht so vorgesehen gewesen.
  • Susanne Ciampa erinnerte daran, dass bereits der Beschluss des Angebots an den Förderverein im Sommer ein echter Kraftakt gewesen sei. Jetzt neuerlich über die Unterstützung des Vereins zu verhandeln sei für sie nicht in Ordnung.
  • Patrick Seng und Bernhard Kuberczyk dagegen plädierten für eine Planungssicherheit für den Förderverein und wollten einen Fixbetrag festgelegt wissen. Ein funktionierendes Bad sei ein Plus für die gesamte Gemeinde.
  • Karin Dold versuchte vergeblich zumindest von einem Sockelbetrag zu überzeugen.