Nachdem am Dienstagabend der Gemeinderat in die Details der Konzepte eingeführt wurde, stellt der Förderverein Aqualino die zwei Konzepte nun in ihren Grundzügen der Öffentlichkeit vor. Zahlen, anhand derer die Umsetzbarkeit der Modelle nachvollzogen werden können, nennt der Verein weiterhin öffentlich keine.

Aqualino als Generationentreff

Basis der Konzepte ist eine Analyse der wirtschaftlichen Grundlagen und des technischen Zustands des Bades. Zudem steht gemäß dem Projektauftrag an den Förderverein fest, dass „die Einwohner von Unterkirnach höchstens mit einem Abmangel von jährlich 80.000 Euro (Gemeindewerke und Allgemeiner Haushalt) belastet werden“. Verwirklichen möchte der Förderverein neben dem Weiterbetrieb des Bades die Umsetzung eines „Zielbildes Bäderkultur“. Das Aqualino soll zu einem Generationentreff in der Gemeinde werden.

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Das sind die beiden Modelle

Zwei Modelle sind nach ersten Vorberatungen des Gemeinderates noch in der Auswahl: Modell eins beinhaltet den partnerschaftlichen Betrieb des Bades durch die Gemeindewerke und den Förderverein. Das zweite denkbare Modell basiert auf dem Betrieb des Bades durch eine gemeinnützige GmbH mit Unterstützung durch den Förderverein. Beim ersten Modell bleibt das Risiko weiterhin bei den Gemeindewerken. Der Förderverein bringt sich vornehmlich durch Stellung von ehrenamtlichem Personal ein. Daneben wird durch den Verein im Rahmen des Regelbetriebes Personal zum Beispiel für die Wasseraufsicht oder als Übungsleiter beschäftigt. Außerdem würde der Förderverein für den Badbetrieb Aufgaben der Verwaltung übernehmen. Der kalkulierte Abmangel in Höhe von 80.000 Euro wird als Zuschuss der Gemeinde berücksichtigt. Die Umlage der Gewinnabführung der Energiegesellschaft wird auf Basis des Jahresergebnisses 2019 fortgeschrieben, also auch künftig geleistet.

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Offene Fragen

Offen sind noch wesentliche Fragen bei der Beurteilung der Umsetzbarkeit des alternativen Modells. So bleibt zum Beispiel zu klären, wie das Hallenbadgebäude an die GmbH übergehen soll. Der exakte Wert der Immobilie muss noch durch einen Gutachter bewertet werden. Auch die steuerlichen Auswirkungen gilt es, detailliert zu bewerten. Der Förderverein spricht sich daher „für ein Stufenmodell und dessen zügige Umsetzung aus, um einen verlässlichen Weiterbetrieb des Hallenbades zu gewährleisten“. Dieses Stufenmodell sieht zunächst die Realisierung des ersten Modells vor. Parallel dazu sollen die Vorbereitungen für die Umsetzung des zweiten Modells mit einem Betriebsübergang spätestens zum 1. Januar 2022 beginnen.