Fast wäre es ein Glücksfall geworden, dass die Sanierung der Duschen in der Unterkirnacher Sporthalle im Frühjahr zurückgestellt wurde – auch wenn dies vereinzelt für Stirnrunzeln sorgte. Denn unterdessen legte das Land kurzfristig einen Investitionspakt mit Zuschüssen auf. Unterkirnach bewarb sich – leider ohne Erfolg, wie sich jetzt herausstellt.

Investitionspakt kam gerade recht

Im Rahmen des Investitionspakts des Landes für Sportstätten in Sanierungsgebieten konnte die Gemeinde den Zuschussantrag stellen, weil die Halle im Bereich des Landessanierungsprogramms liegt. 54 Prozent Förderung von Sanierungsmaßnahmen ist im Rahmen des Investitionspakts möglich.

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Hierfür hoffte das Rathaus auf Zuschüsse

Beantragt wurde die Bezuschussung der energetischen Sanierung des Sporthallendachs, die Sanierung der Duschen und Toilettenanlagen sowie Brandschutztechnik mit Gesamtbaukosten von 390.000 Euro. Davon wären 60 Prozent, also 234.000 Euro, zuwendungsfähig gewesen. Bei rund 180.000 Euro benötigten Eigenmitteln der Gemeinde wäre eine Förderung von rund 210.000 Euro geflossen.

Der Traum war zu schön

Zu schön war dieser Traum allerdings, denn am Tag nach der Sitzung des Gemeinderates, in der Bürgermeister Andreas Braun von der fixen Antragstellung der Gemeinde Unterkirnach berichtete, veröffentlichte das Wirtschaftsministerium die Liste derjenigen Projekte, die bezuschusst werden. Die Unterkirnacher Sporthalle ist nicht dabei.

Programm vielfach überzeichnet

Der Bund stellt im Jahr 2020 rund 18,7 Millionen Euro für Baden-Württemberg zur Verfügung. Das Land ergänzt diese Mittel mit weiteren rund 3,7 Millionen Euro. Bis zum Ende der Antragsfrist gingen beim Wirtschaftsministerium insgesamt 143 Anträge der Städte und Gemeinden im Land ein. Das Programm ist vielfach überzeichnet. 34 kommunale Sportstätten erhalten Zuschüsse für Ausbau und Sanierung.

2021 gibt der Bund wieder Geld

Noch aber sollte Unterkirnach die Hoffnung nicht aufgeben. Für 2021 stellt der Bund erneut Geld zur Verfügung, sodass Kommunen, die jetzt nicht berücksichtigt werden konnten, dann eine neue Chance haben, so das Wirtschaftsministerium.