Monika Kern, Kerstin Ebner, Yvonne Krezalek und FSJlerin Sarah Tancredi engagieren sich in der offenen Jugendarbeit. Sie wechseln sich bei der Betreuung des Jugendtreffs ab. Zunächst zweimal pro Woche, zuletzt allerdings mangels Nachfrage älterer Kinder und Jugendlicher nur noch freitags, finden die Treffen statt. Während der drei Stunden zum Auftakt des Wochenendes kommen regelmäßig zehn bis 17 Kinder ab der dritten bis zur fünften Klasse zum Jugendtreff, berichtete Yvonne Krezalek jetzt dem Gemeinderat.

Ziele des Jugendtreffs

Der Jugendtreff der Gemeinde Unterkirnach möchte mit seinem Angebot eine Ergänzung im Bereich Bildung und Erziehung für die Kinder und Jugendlichen bieten. Gesellschaftliche Mitverantwortung, die Förderung sozialer Kompetenzen und die Stärkung des Selbstbewusstseins und der Selbständigkeit der Kinder und Jugendlichen sind dabei ebenso das Ziel wie die Berücksichtigung der Interessen der Teilnehmer.

Das Programm des Jugendtreffs bietet dabei gewiss für jeden etwas. Gemeinsames Kochen und Backen stand ebenso auf dem Plan wie die beliebten Filmevents, die Beschäftigung mit gesellschaftlichen Themen wie der Coronapandemie oder als absoluter Höhepunkt der gemeinsame Besuch eines Eishockeyspiels der Schwenninger Wild Wings. Bei der Planung der Programmpunkte werden die Kinder und Jugendlichen regelmäßig miteinbezogen.

Leer und ruhig ist es bedingt durch Corona im Moment im Raum des Jugendtreffs Unterkirnach. Doch wenn nicht gerade die Pandemie das Geschehen beherrscht, wird das Angebot der offenen Jugendarbeit von den Jugendlichen gut angenommen.
Leer und ruhig ist es bedingt durch Corona im Moment im Raum des Jugendtreffs Unterkirnach. Doch wenn nicht gerade die Pandemie das Geschehen beherrscht, wird das Angebot der offenen Jugendarbeit von den Jugendlichen gut angenommen. | Bild: Cornelia Putschbach

Corona-Auswirkungen auf den Jugendtreff

Aktuell allerdings muss der Jugendtreff bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr eine Zwangspause hinnehmen. Bereits im Frühjahr mussten die Treffen wegen des Lock Downs einige Wochen ausfallen. Seit Anfang November können die Räume in der Roggenbachschule wieder nicht benutzt werden. Die Entwicklung der Pandemie und der damit verbundenen Auflagen mache es aktuell auch unmöglich, für die kommenden Wochen und Monate zu planen, so Yvonne Krezalek.

Dennoch haben die Leiterinnen des Jugendtreffs und auch Bürgermeister Andreas Braun die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, dass auch in den kommenden Wochen in Unterkirnach im Bereich der offenen Jugendarbeit ein Angebot gemacht werden kann. Ein Kinoabend in der Sporthalle mit viel Platz zum Abstandhalten ist nur eine der Ideen, die hier schon in der Schublade liegen. Gerade in Zeiten von Corona und den damit verbundenen Einschränkungen sei ein Angebot für die Kinder und Jugendlichen besonders wichtig, betonte auch Gemeinderat Horst Belz. Sobald wieder möglich, soll dann außerdem auch der zweite wöchentliche Nachmittag, der Mittwoch, möglichst wieder aktiviert werden.

Die gesamte Arbeit des Jugendtreffs ist freilich nicht ohne die Unterstützung der Gemeindeverwaltung machbar. Ein ganz ausdrücklicher Dank der Leiterinnen ging deshalb im Rahmen des Berichts auch an Rathausmitarbeiterín Sandra Beha für ihre große Hilfe unter anderem als Bindeglied zwischen Jugendtreff und Gemeindeverwaltung.

„Chapeau, bleibt am Ball!“, gab Gemeinderätin Susanne Ciampa dem Jugendtreff nach dem Vortrag des Berichts begeistert mit auf den Weg. Auf Nachfrage von Gemeinderat Patrick Seng trug Yvonne Krezalek abschließend noch eine bescheidene Bitte an den Gemeinderat und die Verwaltung heran. Mit einer großen Leinwand oder zumindest einer entsprechend weiß gestrichenen Wand mit genügend Platz davor würden die beliebten Filmevents noch viel mehr Spaß machen.