Für großen Wirbel haben in der letzten Zeit kleine Häuschen gesorgt. Genauer gesagt: die Minihaus-Anlage, die im Ackerloch gebaut werden könnte. Ein Wirbel, der am 13. Dezember aufgelöst werden soll. Denn dann steht in der Gemeinde Unterkirnach ein Bürgerentscheid dazu an.

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Informationsveranstaltungen sind in der Corona-Zeit schwierig bis unmöglich geworden. Und doch ist der Gesprächsbedarf da. Deshalb möchte der SÜDKURIER mit den Lesern ins Gespräch kommen und herausfinden, wie die Bürger über die Minihäuser denken. Sehen Sie darin eine Chance für den Ort? Oder etwa eine Gefahr für die Landwirtschaft? Gibt es Aspekte, die bislang noch nicht beleuchtet wurden? Was möchten Sie zu dem Thema loswerden?

  • Wann, wo, wie: Am Freitag, 4. Dezember, haben die Leser von 12.30 Uhr bis 14.30 Uhr auf dem Mühlenplatz die Möglichkeit dazu, ihre Anliegen vorzubringen und mit Redakteurin Hanna Mayer und SÜDKURIER-Mitarbeiterin Cornelia Putschbach zu sprechen. Dabei wird strikt darauf geachtet, dass der Mindestabstand eingehalten wird. Außerdem müssen alle Gesprächspartner einen Mund-Nasen-Schutz tragen und die Hygieneregeln einhalten. Eine Handdesinfektion wird bereit stehen.
  • Darum geht es beim Bürgerentscheid: Beim Bürgerentscheid sind die Wähler in Unterkirnach aufgefordert, über die Frage „Sind Sie dagegen, dass für das Gewann Ackerloch ein Bebauungsplan für eine touristische Nutzung aufgestellt wird?“ zu entscheiden. Letztlich wird dabei über das Minihausprojekt von Andrea und Sabrina Lassak entschieden. Doch aufgepasst: Bei diesem Bürgerentscheid machen die juristischen Vorgaben die gewünschte Antwort schwierig. Wer mit „Ja“ stimmt, ist gegen das Projekt. Wer mit „Nein“ stimmt, ist für die Umsetzung des Projekts.
  • Befürworter und Gegner: Die Argumente, die zwischen Gegnern und Befürwortern ausgetauscht werden, sind vielfältig. Auf der einen Seite wird die Notwendigkeit einer auch künftig landwirtschaftlichen Nutzung und der Erhalt der Schwarzwälder Kulturlandschaft für Einheimische und Touristen gefordert. Zudem machen die Gegner geltend, die Bevölkerung sei in die Erarbeitung der Pläne nicht genügend miteinbezogen worden. Die Befürworter des Minihausprojekts auf der anderen Seite sehen dieses als wichtigen Beitrag für die touristische Zukunft Unterkirnachs und stellen die ökologische Nachhaltigkeit der Planungen und seine gute Integration in nur einen kleinen Teil der Wiesenflächen des Ackerlochs in den Fokus. Zudem gebe es seit 2017 ein Dorfentwicklungskonzept, bei dem sich die Bürger beteiligen könnten.