Unter die Lupe genommen werden bei diesem Faktencheck zwölf Punkte. Sie befassen sich unter anderem mit der zu erwartenden Verkehrsbelastung, den Folgen eines eventuellen Scheiterns des Projekts oder auch dem touristischen Konzept der Gemeinde. So legen die Herausgeber beispielsweise dar, dass es sich beim Minihausprojekt um eine private Investition handle. Es sei deshalb falsch zu behaupten, dass Folgekosten auf die Gemeinde und ihre Bürger umgelegt würden. Das von der Initiative geforderte Dorfentwicklungskonzept unter Beteiligung der Bürger gebe es bereits seit dem Jahr 2017, so ein anderer aufgegriffener Punkt.

Am meisten habe man sich geärgert, so Bürgermeister Andreas Braun bei der Präsentation des Faktenchecks, dass die Initiative Ackerloch in ihrem Flyer mit einem Symbolbild arbeite, dass suggeriere, dass durch die Minihäuser das Ackerloch nahezu komplett zugebaut werde. Im Symbolbild seien die Minihäuser viel zu massiv dargestellt worden, so der Vorwurf. „Dass jeder für seine Position mit Argumenten wirbt, ist absolut legitim. Mann muss dabei aber bei Fakten und bei der Wahrheit bleiben“, fordert Andreas Braun.

Ergänzend weist der Bürgermeister im Pressegespräch auf einen weiteren Punkt hin: Wenn er bei vorhandenen 90 000 Übernachtungen jährlich von einer Wertschöpfung von über fünf Millionen Euro im Dorf ausgehe, basiere diese Aussage auf Zahlen einer Studie des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr und des Ergebnisberichts des Bundesministerium für Wirtschaft. Es gebe deshalb keinen Anlass, ihm hier „irreführende Angaben“ zu unterstellen.

Die Zulässigkeit eines solchen Faktenchecks durch ihn als Bürgermeister sei unter dem Gesichtspunkt des Sachlichkeitsgebots mit der Kommunalaufsicht abgeklärt. Das betont der Bürgermeister ausdrücklich.