Seit nunmehr elf Wochen ist das Unterkirnach Hallenbad Aqualino aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen. Den regelmäßigen Nutzern gibt dies einen bitteren Vorgeschmack auf eine derzeit in der Gemeinde im Raum stehende komplette Schließung des Bades wegen zu hoher Kosten. Im Moment klammern sich die Nutzer an die Hoffnung, dass das Bad schon bald aufgrund einer neuen Verordnung der Landesregierung vorerst wieder öffnen könnte.

„Wir warten schon sehnlichst darauf, dass das Bad für unsere Trainingszwecke wieder geöffnet wird“, sagt der Vorsitzende des Tauchsportclubs Unterkirnach, Werner Strehl. Die Anforderungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie könnten sie gut stemmen, sagt er. So wäre es für die Tauchsportler eine Option, ihr Erwachsenen- und Jugendtraining weiter aufzusplitten, damit nicht zu viele Nutzer gleichzeitig im Bad sind.

Ähnlich sieht das auch die Rheumaliga. 30 Personen in zwei Gruppen treffen sich hier ansonsten regelmäßig im Bad. Für die Rheumakranken sei das besonders wichtig, betont Christine Pawlik. Regelmäßige Bewegung im Wasser verringere für viele ihre Schmerzen.

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Auf die Schwimmkurse, die aktuell im Bad ebenfalls ebenso wenig stattfinden können, wie die Rückbildungsgymnastik, verweist Heike Andreas vom Förderverein Aqualino. Bei allen drei Anbietern der Kurse in Unterkirnach gebe es mittlerweile einen regelrechten Stau an Nachfrage. Darüber hinaus habe das Bad auch eine wichtige soziale Funktion.

Auch wenn die Landesregierung bereits in dieser Woche eine teilweise Öffnung der Schwimmbäder erlaubt, wird es in Unterkirnach noch einige Zeit dauern, bis diese umgesetzt werden könnte. Zunächst müsste wieder Wasser ins Becken. Das dauert rund eine Woche. Dann müssen Proben genommen werden und der gesamte Filterkreislauf zwei Wochen arbeiten. Das macht ab der eventuellen Öffnungsentscheidung in Summe gut drei Wochen. Ob das Bad für die Öffentlichkeit oder nur für Trainingszwecke und Kurse geöffnet werden könnte, ist eine zweite Frage. Der Förderverein stehe auf jeden Fall parat, sowohl bei der Inbetriebnahme als auch beim täglichen Betrieb mit den Anforderungen zum Infektionsschutz, wie etwa Einlasskontrollen, mit anzupacken, sagt Vorsitzender Gerhard Graf.

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