Mit der nächtlichen Aktion möchte Andreas Braun gewährleisten, dass er tatsächlich als erster und damit oberster Bewerber auf dem Stimmzettel der Wahl am Sonntag, 26. September, die zeitgleich mit der Bundestagswahl stattfindet, steht. Die Bewerber werden in der Reihenfolge des Eingangs ihrer Bewerbung auf dem Stimmzettel notiert. Lässt sich nicht zweifelsfrei feststellen, welcher von mehreren Bewerbern zuerst seine Bewerbungsunterlagen eingereicht hat – zum Beispiel, wenn der Briefkasten übers Wochenende nicht geleert würde – muss das Los entscheiden. Doch diese Angst muss Andreas Braun nichtmehr haben. Als am Samstagmorgen um neun Uhr Wahlausschussvorsitzender Bernhard Kuberczyk sowie Beisitzerin Sandra Beha den Briefkasten des Unterkirnacher Rathauses kontrollierten, war die Bewerbung von Andreas Braun die einzige bislang eingegangene.

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Bis Montag, 6. September, 18 Uhr können Kandidaten für das Amt des Unterkirnacher Bürgermeisters ihre Bewerbungsunterlagen einreichen. Über die Zulassung der Bewerbungen entscheidet nach deren Prüfung der Gemeindewahlausschuss.

Kandidatur nicht überraschend

Andreas Braun gab bereits im Januar dieses Jahres bekannt, auf jeden Fall für eine zweite Amtszeit kandidieren zu wollen. Schon damals kam seine Ankündigung nicht überraschend. „Unterkirnach ist unsere neue Heimat geworden“, sagt Andreas Braun über sich und seine Familie.

Im Jahr 2013 wurde Andreas Braun zum ersten Mal zum Unterkirnacher Bürgermeister gewählt. 81,7 Prozent erreichte er gegen fünf Mitbewerber im ersten Wahlgang. Sollte bei der jetzigen Wahl ein zweiter Wahlgang erforderlich werden, weil kein Bewerber im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit von 50 Prozent plus einer Stimme erreicht, ist dieser bereits auf den 10. Oktober festgesetzt. Spätestens dann werden die Unterkirnach wissen, wer für die kommenden acht Jahre ihr Bürgermeister wird und die Geschicke der Gemeinde lenkt. Andreas Braun signalisiert mit der frühzeitigen Abgabe seiner Bewerbung klar, dass er das sein möchte.