Unterkirnach – Vor allem für Transparenz und Bürgerfreundlichkeit in der Kommunalpolitik möchte Unterkirnachs neue Liste für die Kommunalwahlen stehen. Am Mittwoch trafen sich zwölf Einwohner im "Stadthof", die sich in die Kommunalpolitik einbringen möchten. Mehrere Anwesenden brachten dabei klar zum Ausdruck, für eine Kandidatur auf der neuen Liste offen zu sein oder sich sogar schon dafür entschieden zu haben. Gemeinderätin Luitgard Straub gab in diesem Rahmen bekannt, nicht mehr für den Gemeinderat kandidieren zu wollen. Einen Namen für die neue Liste gibt es noch nicht. Dieser wird festgelegt werden, wenn sich die Liste offiziell zusammen findet.

Birgit Kodet, Horst Belz, Luitgard Straub, Armin Simmerer und Christian Bausch hatten "engagierte Bürger, die Lust haben, sich einzubringen und Verantwortung für das Dorf zu übernehmen" zum "Stammtisch zweite Liste" eingeladen. Wer der Einladung folgen würde, war recht offen. Letztlich war es nicht die große Anzahl an Bürgern, doch die, die gekommen waren, zeigten viel Bereitschaft für ein künftiges Engagement.

Anlass für das Treffen war, dass sich jüngst die Freien Wähler Unterkirnachs aufgelöst haben. Die Wählervereinigung trat bislang bei den Kommunalwahlen mit einer eigenen Liste an und stellt derzeit fünf der zwölf Gemeinderäte. Daneben sind aktuell noch sieben Gemeinderäte der Liste CDU und Bürgervereinigung im Gremium vertreten. Bei den im kommenden Jahr anstehenden Kommunalwahlen soll es aber, wenn irgend möglich, wieder zumindest eine weitere Liste geben, um dem Wähler eine echte Wahl zu ermöglichen. Darüber sind sich die Anwesenden des Stammtischs einig. Aber auch etliche weitere Unterkirnacher haben diesen Wunsch jüngst immer wieder zum Ausdruck gebracht.

Birgit Kodet gab an den Abend eine Einführung in die Arbeit des Gemeinderates. So erfuhren die Anwesenden beispielsweise, dass das Gremium in der Regel einmal monatlich tagt. Außerdem formulierte sie deutlich, dass die neue Liste eine "unabhängige demokratische Liste" sein möchte, die "im günstigsten Fall paritätisch mit Männern und Frauen besetzt" sein soll. Die Liste solle dagegen auf keinen Fall "eine Plattform werden für Leute, die die demokratischen Spielregel nicht einhalten möchten". Wer auf der Liste kandidieren möchte, solle sich "dem Grundgesetz und der Gemeindeordnung verpflichtet fühlen".

Mehrere Personen brachten zum Ausdruck, dass ihnen eine stärkere Transparenz der Kommunalpolitik am Herzen liege. Auch Auswirkungen des Wegzugs der Firma Wahl sowie erste Ideen zur künftigen Nutzung des Firmengeländes wurden besprochen.