Buntes Treiben herrschte gestern in Unterkirnach vor dem Rathaus, als zahlreiche Zuschauer mitverfolgen wollten, wie Bürgermeister Andreas Braun für einige Tage entmachtet wird.

Immer näher kam die Schlüsselübergabe für den Bürgermeister, als sich der Kinderumzug dem Rathaus näherte. Allen voran ertönten die Klänge des Fanfarenzugs, dicht gefolgt von den Räten der Zunft. Weiter ging es mit Kieschtöck, Beerewieble, Holzwieber, Kürnach-Hexen und schließlich dem Musikverein. Viel Mühe gemacht hatten sich die Kindergartenkinder und die Schüler. In der fünften Jahreszeit waren die Kleinsten aus dem Kindergarten entsprechend den Jahreszeiten kostümiert. Die Schüler der Roggenbachschule gingen mit dem Kirnach-TV auf Sendung.

Da hilft kein Widerstand: Bürgermeister Andreas Braun muss den Rathaussschlüssel für 120 Stunden an die Narrenzunft herausgeben. Bilder: Cornelia Putschbach
Da hilft kein Widerstand: Bürgermeister Andreas Braun muss den Rathaussschlüssel für 120 Stunden an die Narrenzunft herausgeben. Bilder: Cornelia Putschbach

Am Rathausvorplatz angelangt, legte der närrische Bandwurm einen Stopp ein. Obwohl sich das Team des Rathauses diesmal nicht als Retter des heimischen Einzelhandels, sondern – im zum Rathaus-Stadl verwandelten Sitzungssaal – als Retter der Unterkirnacher Gastronomie hervor tun wollte, gab es für die Kieschtock-Zunft kein Zögern mehr. Für 120 Stunden musste der Bürgermeister seinen Rathausschlüssel aus den Händen geben. Um ganz sicher zu sein, dass während der hohen Tage im Rathaus nichts Falsches geschieht, wurden die Mitarbeiter in Ketten abgeführt. Den Bürgermeister voran ging es mit dem Umzug und etlichen Feierwilligen im Schlepptau weiter in die Schlossberghalle, wo den ganzen Nachmittag weiter gefeiert wurde.