Hunderte jungen und nicht mehr so jungen Menschen ist der Name Michael Klafki ein Begriff. Während seiner Zeit als Lehrer an der Roggenbachschule unterichtete er hunderte Schüler. Auch heute, zehn Jahre nachdem er in den Ruhestand gegangen ist, ist die Schule ohne den 73-Jährigen für die meisten Unterkirnacher kaum vorstellbar. Kurz vor dem Beginn des kommenden Schuljahrs nutzten Schulleiterin Andrea Blessing, Bürgermeister Andreas Braun und das Kollegium die erste Lehrerversammlung, um dem Kollegen für 50 Jahre Engagement zu danken.

„Wir haben in unserer Runde jemanden, der seit 51 Jahren hier an der Roggenbachschule wirkt“, verkündete Schulleiterin Blessing, die Michael Klafki sichtlich überraschen konnte. 1968 sei Klafki mit 23 Jahren nach Unterkirnach und an die Schule gekommen, was vor ihrer Zeit gewesen sei, sagte Andrea Blessing, die selbst in ihrer Kindheit die Roggenbachschule besucht hat. Ihre älteste Erinnerung an den Lehrer Michael Klafki sei, dass alle Schüler, insbesondere die Mädchen, ihm ihr Poesiealbum geben wollten. Sie selbst nahm sich nicht aus und präsentierte ihr eigenes Büchlein samt Eintrag des Jubilars. „Ich hätte nie gedacht, dass ich mal das Glück haben werde, ihn als Kollegen zu haben.“

Lobende Worte gab es auch von Bürgermeister Braun. Klafki bringe sich mit viel ehrenamtlichem Einsatz in die Kommune ein, sagte der Rathauschef. Er ist weiterhin in der Schule tätig, ist Vorsitzender ihres Fördervereins und betreue das Ferienkarussell. „Ich glaube, dass das nicht die letzte Würdigung sein wird.“ Gut in Erinnerung geblieben seien dem Bürgermeister die Grußworte in Reimform, die Klafki anlässlich der Vereidigung in das Amt gegeben hatte. Dafür revanchierte er sich nun seinerseits mit einem kleinen Gedicht, das er mit den Worten schloss: „Du bist unbezahlbar und bleibst unser großer Held.“

Michael Klafki zeigte sich sichtlich gerührt von der Geste, kündigte dann aber scherzhaft an, das Gedicht auf Grammatik- und Rechtschreibfehler überprüfen zu wollen. Er freue sich über das Lob und die schönen Worte. Dies sei „ein Highlight in meinem Leben. Ich werde daran denken.“ Zumal ihn die lobenden Worte anspornen, sich auch in den kommenden Jahren weiter einzubringen. Als Pädagoge sei es seine Aufgabe, die Schüler aufzubauen und zu loben und es sei schön, nun auch selbst gelobt zu werden.

„Ich habe mich als Lehrer hier sehr wohl gefühlt“, sagte der Jubilar. Die Arbeit mit den Kindern und für die Gemeinde mache ihn noch immer glücklich und er habe sehr gute Kollegen. „Die Roggenbachschule und Unterkirnach haben mir Glück gebracht.“ Er habe es nie bereut, als junger Lehrer aus Karlsruhe in die kleine Gemeinde geschickt worden zu sein, auch wenn der Wechsel von der Großstadt auf das Land zunächst eine Umstellung gewesen sei. „Unterkirnach ist meine Heimat geworden.“