Vordergründig las sich der Tagesordnungspunkt „Jahresabschluss der Gemeindewerke Unterkirnach GmbH zum 31.12.2018“ auf der Einladung des Gemeinderates zu seiner Sitzung am Dienstagabend trocken und wenig markant. Kenner der Unterkirnacher Kommunalpolitik wissen jedoch, dass hier interessante Zahlen präsentiert werden, denn zu den Gemeindewerken zählen zum einen die Wasserversorgung der Gemeinde und zum anderen das Hallenbad, dessen Fortbestand zur Diskussion steht. Entsprechend waren auch Vorstandsmitglieder des Fördervereins des Hallenbades als Zuhörer in der Sitzung.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Zahlenwerk: Die Zuhörer erfuhren, dass die Gemeindewerke das vergangene Geschäftsjahr mit einem Verlust von rund 180 500 Euro abschließen. Im Vorjahr waren dies noch 287 000 Euro. Die Wasserversorgung verzeichnet einen Gewinn von 34 400 Euro, das Hallenbad macht dagegen einen Verlust von 214 900 Euro. Dem Gewinn der Wasserversorgung steht ein Vorjahresgewinn von nur 17 000 Euro gegenüber. Beim Hallenbad konnte der Verlust von 304 000 Euro im Vorjahr jetzt deutlich reduziert werden. Ursprünglich geplant war für 2018 im Bereich Hallenbad ein Verlust von 261 000 Euro. Dieser fiel tatsächlich um gut 80 000 Euro niedriger aus. Doch was steckt hinter diesen nackten Zahlen?
  • Gesellschaftsformen: Alleingesellschafter der Gesellschaft der Gemeindewerke ist die Gemeinde Unterkirnach. Bislang wurde die Gesellschaft seit 2002 als GmbH & Co KG geführt, im vergangenen Jahr jedoch entsprechend dem Umwandlungsgesetz zu einer GmbH umgewandelt. Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Die kaufmännische und technische Verwaltung wird von der Gemeinde Unterkirnach auf Grundlage geschlossener Verträge durchgeführt.
Das könnte Sie auch interessieren
  • Abschluss des Hallenbades: „Das Hallenbad ist einfach unser kleiner Klotz am Bein“, führte Rechnungsamtsleiter Lutz Kunz mit einem leichten Achselzucken am Dienstagabend in die Thematik ein. Zugute kam dem Betriebszweig Hallenbad der Gemeindewerke eine höhere Gewinnausschüttung der Energiegesellschaft Unterkirnach, mit der ein Gewinnabführungsvertrag besteht, um rund 21 000 Euro. Personaleinsatzkosten konnten um 17 000 Euro reduziert werden und für Energie und Fernwärme mussten 6 500 Euro bezahlt werden. Investiert wurden in das Hallenbad 3 500 Euro. Dieser Betrag viel für die Ersatzbeschaffung von Garderobenschränken an.
  • Wasserversorgung: Bei der Wasserversorgung erhöhte sich die Wasserabgabe gegenüber dem Jahr 2017 von 115 499 Kubikmeter auf 128 742 Kubikmeter. Zugunsten kam den Gemeindewerken „ein Rohrbruch bei einem guten Kunden“, wie Kunz berichtete. Eine Versicherung glich den Schaden des Kunden einschließlich des Mehrverbrauchs aus. Die Gemeindewerke profitierten. Niedrigere Aufwendungen für bezogene Leistungen sowie niedrigere Zinsen trugen außerdem zum verbesserten Ergebnis bei. Investiert wurde auch im Betriebszweig Wasser „recht wenig“, wie der Kämmerer berichtete. Für insgesamt 5 500 Euro wurden Wasserzähler beschafft, Hausanschlüsse erstellt und ein Metallsuchgerät ersetzt.