Vertreter von Wirtschaft, Verwaltung und Politik kamen am Montag in Unterkirnach auf Einladung der Industrie- und Handelskammer (IHK) und der Gemeinde Unterkirnach in den Räumen der Firma Günter Bausanierung zusammen. Einmal mehr erfuhr das Format "Wirtschaft trifft Rathaus" damit eine gute Resonanz. Gerne nutzten die Teilnehmer die Möglichkeit, einen Unterkirnacher Betrieb kennen zu lernen und sich zudem untereinander im Gespräch austauschen zu können.

Zunächst begrüßten Bürgermeister Andreas Braun und Philipp Hilsenbeck von der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg die Gäste, darunter die beiden Landtagsabgeordneten Martina Braun und Karl Rombach sowie einige Gemeinderäte Unterkirnachs. Noch einmal bedauerte der Bürgermeister in seiner Ansprache den anstehenden Weggang der Firma Wahl, deren Geschäftsführer Jörg Burger ebenfalls zu der Veranstaltung gekommen war. Unterkirnach habe in der Vergangenheit stark von den Gewerbesteuerzahlungen des Unternehmens profitiert.

Andreas Braun möchte nun aber nach vorne schauen. Das Gelände am Abendgrund werden man nach dem erfolgten Rückbau nun anderweitig vermarkten. Es gebe in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation viele Betriebe, die Gewerbeflächen suchen, so der Bürgermeister. Bei der Auswahl der Interessenten für den Abendgrund werde man unter anderem darauf achten, dass diese dort Arbeitsplätze schaffen und zur Erhöhung der Ertragskraft in Unterkirnach beitragen.

Sichtlich auf großes Interesse der Zuhörer stieß die Vorstellung des gastgebenden Unternehmens Günter Bausanierung. Dessen Geschäftsführer Frank Rosenfelder erinnerte daran, wie man nach der Insolvenz des Vorgängerbetriebs Günter Bau mit 16 Mitarbeitern begonnen hatte und eigentlich nur einfache Sanierungsarbeiten anbieten wollte. Mittlerweile erstrecke sich das Spektrum auf ein relativ weites Feld meist schwieriger Sanierungen und auch komplexer sowie besonders schwieriger Hochbauarbeiten. Dafür seien besondere Maschinen und ein großes Wissen erforderlich.

Im Bereich von Balkonsanierungen habe man beispielsweise ein Alleinstellungsmerkmal, weil das Unternehmen über sogenannte Kletterbühnen verfüge, mit denen in bis zu 100 Meter Höhe gearbeitet werden könne. An die anwesenden Politiker appellierte er, sich Gedanken zu machen, wie der Mittelstand in der Bauwirtschaft entlastet werden könne. Nur so könne der Bau bezahlbar bleiben.

Bevor die Gäste schließlich bei einem durch den Integrationsbetrieb Fohrenhof servierten Imbiss die Chance zum Gespräch nutzten, hielt Rudolf Kastner, Vorstandsvorsitzender der EGT AG Triberg, einen Impulsvortrag. Er befasste sich mit den Möglichkeiten dezentraler Energieversorgungskonzepte für Gewerbebetriebe und stellte dabei insbesondere die Arbeit der NRG Saver GmbH & Co. KG vor, einem Tochterunternehmen der EGT. Sie will sich um die bestmögliche intelligente Verknüpfung der einzelnen, dezentralen Bereiche der Energieversorgung eines Unternehmens zu einem idealen Energiekonzept kümmern.