Am Tag nach dem großen Jubiläumsfest kann Unterkirnach auf ein rundum gelungenes und wie Bürgermeister Andreas Braun mit Fug und Recht sagt auf ein „fulminantes“ Fest zurückblicken.

Vier Tage lang feierte die Gemeinde im unteren Kirnachtal die 775 Jahre seit ihrer urkundlichen Ersterwähnung. Das Programm war vollgepackt mit Höhepunkten und Publikumsmagneten. Dennoch vergaßen die Organisatoren rund um Christian Bausch nicht, auf die kleinen Dinge wie den großen Sandkasten und die Hüpfburg für die Kinder oder die opulent bestückte Kuchentheke zu achten, die ein solches Fest ebenso lobenswert machen wie die großen Höhepunkte.

Rauschende Party mit Dorfrockern

Die Dorfrocker luden am Freitag zum bayrischen Abend. Bereits im Vorfeld zeichnete sich anhand der Vorverkaufszahlen ab, dass der Abend zu einem Erfolg werden könnte. Der Freitagabend selbst übertraf dann die Erwartungen. In einem vollen Zelt feierte die unterfränkische Party-Rock-Band mit ihren Zuhörern eine rauschende Party.

Das ganze Wochenende bis einschließlich am Montagabend ist das große Festzelt in Unterkirnach beim großen Jubiläumsfest 775 Jahre Unterkirnach immer gut gefüllt. Bilder: Cornelia Putschbach
Das ganze Wochenende bis einschließlich am Montagabend ist das große Festzelt in Unterkirnach beim großen Jubiläumsfest 775 Jahre Unterkirnach immer gut gefüllt. Bilder: Cornelia Putschbach

Etwas gemächlicher ging es zunächst am Samstag weiter. Noch geschafft vom Freitagabend, als bis Früh gefeiert wurde, trafen sich die Vereinsvertreter Unterkirnachs mit Christian Bausch und Bürgermeister Andreas Braun zum obligatorischen Fassanstich. Einen Hammerschlag später floss der Gerstensaft in die Krüge und das Fest war nun auch offiziell eröffnet.

Mit Eifer dabei sind die Kinder beim Kindernachmittag des Unterkirnacher Jubiläumsfestes. So wie hier Lea beim Dosenwerfen.
Mit Eifer dabei sind die Kinder beim Kindernachmittag des Unterkirnacher Jubiläumsfestes. So wie hier Lea beim Dosenwerfen. | Bild: Cornelia Putschbach

Als großes Los erwies sich die Idee eines unterhaltsamen geschichtlichen Rückblicks auf die Dorfgeschichte. Michael Schonhardt und Klaus Richter bezogen mehrere Vereine mit ein und verbanden so in einem neuerlich vollen Festzelt das Hier und Heute Unterkirnachs gespickt mit Witz und Anekdoten mit der Geschichte der Gemeinde, die sie im Rückwärtsgang vortrugen.

Viel Spaß und Unterhaltung für alle Generationen bietet das Unterkirnacher Jubiläumsfest am Wochenende.
Viel Spaß und Unterhaltung für alle Generationen bietet das Unterkirnacher Jubiläumsfest am Wochenende. | Bild: Cornelia Putschbach

Abends herrschte dann ob des Auftritts der Band James Torto & Friends neuerlich beste Stimmung im abermals vollen Festzelt. Mit Hits aus der Reggae-, Rock- und Soul-Szene holte auch diese Band ihre Zuhörer von den Bänken.

Timbersport zieht Massen an

Der Festgottesdienst am Sonntagmorgen in der vollbesetzten Jakobuskirche bot Gelegenheit zu Einhalt und Dank. Nach dem Frühschoppen ging es im Festzelt schon bald wieder hoch her. Die Stihl Timbersports zogen die Massen an und so kamen rund doppelt so viele Besucher ins Festzelt, wie die Organisatoren erwartet hatten. Knapp 2000 Zuschauer verfolgten, wie perfekt die Sportholzfäller in einem Mehrkampf aus insgesamt sechs Disziplinen ihre Werkzeuge beherrschen. Manch einer konnte sich sogar selbst mit der Säge versuchen. Dicht an dicht stehend und sitzend konnte auch ein großer Gewitterregen den Besuchern an diesem Nachmittag im Zelt nichts anhaben.

Wer nun meinte, am Sonntagabend müsste den Unterkirnachern die Luft dann doch mal ausgehen, sah sich getäuscht. Neuerlich wurde im Festzelt mit etlichen Gästen und der Band Soulmaschine eine tolle Party gefeiert.

Gebannt verfolgen die jüngsten Festbesucher die Abenteuer von Kasper und Seppl auf der Bühne.
Gebannt verfolgen die jüngsten Festbesucher die Abenteuer von Kasper und Seppl auf der Bühne. | Bild: Cornelia Putschbach

Am Montag endete dann auch eines der schönsten Feste, die Unterkirnach je gefeiert hat. Doch auch für diesen Tag hatte man sich einiges einfallen lassen. Nachmittags standen die Kinder und Senioren im Mittelpunkt, ehe zum Handwerkervesper etliche Unterkirnacher Betriebe mit ihren Mitarbeitern und zahlreiche weitere Besucher ins Festzelt strömten. Am Abend hieß es dann zum vierten Mal Party im Festzelt, denn auch der letzte Abend, diesmal mit Seppeles Musikanten und anschließend den Stettener Musikanten, zeigte noch einmal, wie gut in Unterkirnach gefeiert werden kann.

Tonne Pommes und 3000 Schnitzel

So positiv wie der äußere Eindruck fällt auch das Resümee der Verantwortlichen aus. Christian Bausch sagt: „Ich bin vollends zufrieden und begeistert, wie das Fest ablief. Über das Wochenende haben wir allein eine Tonne Pommes und 3000 Schnitzel verkauft. Unsere Erwartungen wurden weit übertroffen.“